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Werbung in WordPress: Advertising Manager vs. wpAds

Manchmal ist die WordPress-Plugin-Seite wirklich nicht zu gebrauchen. Man weiß was man will und man kriegt, was man sucht. Allerdings in zehnfacher Ausfertigung! Mindestens 6 der Plugins sind für alte Versionen von WordPress, von denen man weder weiß, ob sie noch gepflegt werden, geschweige denn, ob sie überhaupt noch funktionieren. Hier müsste dringend mal aufgeräumt, oder vernünftige Filter eingebaut werden.

In meinem Fall brauche ich nun wie angekündigt ein Plugin zur Verwaltung von Ads, damit ich diese nicht im Template hart codieren muss. Normalerweise gehe ich immer so vor, dass ich die „Most Popular Plugins“ durchklicke, bis ich eins gefunden habe, das die von mir gewünschte Aufgabe erfüllt. Dummerweise ist es aber nun (mal wieder so) das Es nicht EIN Plugin gibt, sondern wie bei SEO mehrere Plugins in ungefähr gleicher Verbreitung, die vermeintlich das gleiche leisten.

Hart codieren ist hierbei übrigens sehr relativ zu sehen, denn natürlich muss ich das Template anpassen. Dies will ich aber nur einmal machen, und nicht bei jeder neuen Werbung aufs Neue. Stellt sich also die Frage, welches Plugin soll man nehmen? Und bevor man so etwas entscheiden kann, muss man erst einmal seine Anforderungen definieren:

  1. Wenn ich keine Werbung einblenden möchte, glänzt die Webseite nicht mit einem leeren Kasten „hier gehört eigentlich Werbung hin“, sondern zeigt schlicht und ergreifend nichts an.
  2. Wenn Werbung mit Widgets eingebunden wird, muss sich das Design der Werbungs-Widgets vom Design der „normalen“ Widgets unterscheiden.
  3. Ich möchte Werbung durchaus in Bereichen einbinden, wo es keine Widgets gibt (Header), auch dies muss möglich sein.
  4. Im Idealfall hat jeder Werbeplatz eine Default-Werbung. Wenn ich Werbung verkaufe, wird natürlich diese angezeigt, habe ich keine verkauft wird die Default-Werbung angezeigt (Affiliate-Link).
  5. Zählen von Views und Click-Tracking ist mir mehr oder weniger egal, da ich Werbung weder nach Views noch nach Clicks verkaufen möchte, sondern für einen festen Zeitraum.

Zur Auswahl stehen nun die Plugins Advertising Manager und wpAds. Letzteres erweckt bei mir den Anschein das es von phpAdsNew (heutiges OpenX) inspiriert worden ist, es erlaubt das Einbinden von Werbung im Template mittels des Befehls:

wpads('zone_name');

Wobei ‚zone_name‘ der Name der betreffenden Zone darstellt. Nach einer Unterstützung von Widgets sucht man hier vergebens! Man bekäme zumindest einfach keine Werbung in eine dynamische Sidebar, man könnte sich höchstens mit dem Plugin Executable PHP Widget behelfen, hätte aber dann das Problem irgendwie noch ein abweichendes Design generieren zu müssen. Dafür ist der Programmcode schön schlank und das gesamte Plugin ausgepackt nur 20kb groß.

Screenshot des Advertising Managers

Screenshot des Advertising Managers

Beim Advertising Manager wird man mit einem Zip-Archiv von rund 1MB Tod geschlagen, das aber nur aufgrund der Größe der Screenshots diese Ausmaße annimmt. Nach der Installation muss man zunächst einmal feststellen das der Advertising Manager sehr mächtig ist. Vielleicht sogar zu mächtig?

Zunächst einmal kann das Plugin ebenfalls Werbung via PHP-Befehl im Template anzeigen:

advman_ad(name);

Der Name ist hier wie die Zone bei wpAds die eindeutige Kennung des Werbeplatzes. Darüber hinaus kann das Plugin aber auch IM Beitrag selbst Werbung anzeigen (jaja, Jehova!). Hierfür gibt man einfach in den WYSIWYG-Editor von WordPress die Zeile [ad#name] ein. Darüber hinaus können auch Widgets verwendet werden.

Hört sich gut an, oder? Zusätzlich gibt es eine Anbindung an OpenX, automatische Rotation und Optimierung von Bannern und toller weiterer Firlefanz wie der automatische Import von Ad-Codes von Werbeanbietern, was ich nicht ausprobiert habe.

Eigentlich keine Frage, was von Verwenden sollte, oder? Tja, was soll ich sagen, dummerweise ist bei den meisten Hostern der Speicherplatz für PHP-Skripte limitiert, und dummerweise geht der Advertising Manager hier in die Vollen. Ich mache jede Wette, dass der eine oder andere von euch Speicherplatzprobleme mit dem Plugin bekommen wird. Ansonsten wäre es natürlich die erste Wahl!

Ich denke aber auch das die meisten von euch mit wpAds auskommen werden, wenn Sie mit den Limitierungen klar kommen, und rein aus Gründen der Performance wäre dann dieses Plugin vorzuziehen. Ich werde hier im Blog aus Gründen der „Zukunftssicherheit“ auf jeden Fall erstmal den Advertising Manager einsetzen und mich über die vielen Einstellmöglichkeiten wundern :)

Guido
Geschrieben von Guido

Guido Mühlwitz ist Freiberufler mit Schwerpunkt HTML5, Zend Framework 2 / Node.js und individueller WordPress Plugin Entwicklung. Wenn er sich nicht gerade bei Twitter über PHP aufregt, bloggt er über aktuelle Themen aus dem Bereich der Anwendungsentwicklung.

19 Antworten auf Kommentar

  1. Avatar
    Dezember 14, 2011

    Ich nehme den Widget Logic. Der ist für meine Zwecke ganz gut, und funktioniert auch mit der aktuellen Version von WP.
    Was machen denn die anderen anders?
    LG G

    Antwort

  2. Avatar
    Oktober 19, 2011

    Hallo.

    Der Advertising Manager scheint nicht mehr bei WordPress zu sein. Hast du ggf. ne Quelle wo ich diesen noh Downloaden kann?

    Danke!

    Antwort

  3. Avatar
    Juli 01, 2011

    vielen Dank für die Antwort. Darf ich noch kurz anmerken, dass das Plugin „All in One Adsensse and YPN“ es immer noch schafft Adsense Anzeigen zu modifizieren. Weshalb ist es beim Advertising Manager eigentlich unterbunden? Welches Marketing Plugin nutz du derzeit? wenn ich fragen darf. LG Artur Nietsch

    Antwort

    • Avatar
      Juli 02, 2011

      Jo, das Plugin macht aber auch nichts anderes ausser AdSense denke ich. Die beiden vorgestellten sind wesentlich spezieller und lassen auch Affiliate-Netzwerke und selbstvermarktete Werbeflächen zu.

      Antwort

  4. Avatar
    Juli 01, 2011

    Das Aussehen einer Google Anzeige lässt sich „einfach“ nur im Backend von Google ändern. Ansonsten hast du recht: Code generieren und einfach rüber kopieren.

    Antwort

  5. Avatar
    Juni 30, 2011

    Hallo, ich habe dieses Plugin installiert und hatte gedacht, dass man die Adsense Anzeigen im Plugin selbst ändern kann. Dies geht nicht? Habe ich dies nun richtig verstanden? Sehe ich das nun richtig? Den entsprechenden Code z.B. Format 125×125 bei Google anlegen und dann jeweils den Code ins Plugin einbinden. Das Format oder Text/Image Anzeige lässt sich dann also nicht mehr ändern?

    Antwort

  6. Avatar
    Juli 15, 2010

    Hi Guido, also ich hab den „Advertising Manager“ in WP 3.0 installiert, den Code bei Google adsense generiert, dann eingesetzt, die Anzeige erscheint aber nicht auf der Seite und ich hab keine Ahnung wieso. Hast Du eine Idee? Thx im voraus. R

    Antwort

  7. Avatar
    März 22, 2010

    Also eine Frage hätte ich da zum thema Werbung via PHP-Befehl im Template anzeigen.
    Wie du beschrieben hast kann man mittels des unten stehenden Befehls die Werbung auch im Template anzeigen lassen. Ich habe Advertising Manager installiert und wolte nun z.b. in der comment.php unter den „senden button“ eine Werbung schalten.
    Ich habe also einfach an die betreffende Stelle folgendes geschrieben:
    advman_ad(name);
    An den punkt (name) habe ich den einfachen anzeige Namen geschrieben ohne z.b. [2] nur den Namen.
    Leider erscheint nur der Text und nix weiter, keine Anzeige :(

    Kanst du mir sagen was ich falsch mache:)

    Vielen Dank Laurenz

    Antwort

  8. Avatar
    August 05, 2009

    Du musst in den beiden Namen auch verschiedene Banner haben, sonst zeigt er natürlich trotzdem doppelte an. Also bei 8 Bannern zum Beispiel 2×4 verschiedene. Das mit dem Codeschnupsel geht auch, dafür bräuchtest du das PHP Code Widget, und müsstest ein wenig selbst programmieren.

    Antwort

  9. Avatar
    August 05, 2009

    ok, Danke – neuer Versuch. 2 Banner, 2 Namen, also 4x angelegt. 2 widgets, in jedes einen Namen. Resultat: ich sehe doppelte Banner. doof :)
    Ich könnte natürlich einfach 2 Namen und jeweils 4 Banner packen. Im Moment geht das noch schön auf, aber das kann sich ja ändern. Am liebsten wäre mir eine Lösung, der ich X Codeschnippsel gebe und sagen kann: zeige mir Y davon an.

    Antwort

  10. Avatar
    August 05, 2009

    Das mit dem Anzeigen geht automatisch, man braucht nichts einstellen, Hauptsache sie haben den gleichen Namen. Trick ist, im Widget zu sagen, welchen Banner er anzeigen soll (mit Namen also). Dann rotiert er die mit gleichem Namen durch. Hast du zwei Widgets musst du auch zwei verschiedene Namen nehmen (ggf. die Banner also doppelt einstellen), da sonst die Gefahr besteht, das er zweimal das gleiche Banner anzeigt.

    Antwort

  11. Avatar
    August 05, 2009

    Hm. ich bin verwirrt. Ich habe identischen Namen, alle sind HTML, alle das gleich Format. Dann das Widget 1x in die Sidebar => ich sehe nur 1 Banner und keine Option gefunden, dass er mehrere anzeigen soll. Ist das Widget mehrmals in der Sidbar, kann es auch vorkommen, dass die Banner doppelt erscheinen – das ist natürlich doof. Wo ist mein Denkfehler ?

    Antwort

  12. Avatar
    August 05, 2009

    Doch, kann es! Du musst den Bannern nur den gleichen Namen geben!

    Antwort

  13. Avatar
    August 05, 2009

    Gerade bin ich auch auf der Suche nach einem Ad-Manager, allerdings um eigene Banner zu rotieren. 8 Banner, davon will ich immer 2 in der Sidebar. Leider scheint das der Advertising Manager nicht zu können. Naja, suche ich mal weiter.

    Antwort

  14. Avatar
    Juli 17, 2009

    Ja, das habe ich mir schon gedacht. Ich habe aber eher ein Plugin gesucht, in der ich verschiedene Adsense Layouts schnell und einfach anlegen kann ohne auf die nervige Google Adsense Seite zu müssen. Doch ich ahne, dass es so etwas nicht gibt.

    Trotzdem noch einmal die Frage: warum dein Screenshot anders aussieht und du die Funktion Color hast. Oder hast du das selbst am Code geändert?

    Antwort

  15. Avatar
    Juli 17, 2009

    @Jana: Ich möchte mit einem entschiedenen Jein antworten :) Du musst die Werbung auf jeden Fall in AdSense anlegen, denn inzwischen kannst du nur dort das Design festlegen. Sinnvollerweise legst du dort auch Channels an, damit du die einzelnen Werbungen auch unterscheiden kannst. Das ganze resultiert in einem kleinen Code den du von AdSense bekommst. In WordPress gehst du dann zu der von dir bereits gefundenen Import-Schnittstelle, kopierst den Code herein, gelangst auf die nächste Seite. Setzt einen korrekten Namen, drückst speichern und fertig ist die Werbung.

    Zugegebenermaßen kann der Advertising Manager eine ganze Menge, aber eigentlich kann man überall die Finger von lassen außer dem Namen der Werbung. Quellcode direkt ändern solltest du definitiv nicht! Wenn du etwas daran ändern willst (zum Beispiel die Farben) kannst du das direkt bei AdSense in einer schönen Oberfläche!

    Antwort

  16. Avatar
    Juli 16, 2009

    Ich habe den Advertising Manager ausprobiert und wundere mich, warum dein Screenshot so anders aussieht wie meiner. Die Funktion Color gibt es bei mir nicht.

    Der Quellcode ist auch nicht bearbeitbar und so kommt es zu Differenzen zwischen den oben angebenden Format und dem Quellcode. Das ist für einen Anfänger nicht wirklich nachvollziehbar. Als Laie ist es auch schwierig das Plugin zu verstehen, denn es fängt mit der Seite
    Schritt 1: Importieren des Werbecodes: Einfach den Werbecode unten einfügen und Importieren!

    Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, das hier gewollt wird, das man schon einen fertigen Quellcode aus Adsense überträgt, doch dann kommt es leider zu den oben genannten Problem. D.h. für mich, ich muss bei Adsense die ganzen Anzeigen anlegen und lege sie dann noch einmal im Manager an.

    Oder habe ich das Plugin völlig missverstanden? Dieser Kommentar ist etwas konfus, ich hoffe, du verstehst ihn…

    Antwort

  17. Avatar
    Juli 15, 2009

    Interessanter Vergleich, ich kannte den Advertising Manager auch noch nicht, werd ich mir mal anschauen. Ich setze bisher wpAds ein und das funktioniert für meine Zwecke sehr gut und verbraucht relativ wenige Ressourcen. Noch ein Tipp in dem Zusammenhang. Mir gefällt sehr gut das Wp Plugin „Who sees Ads“, das man mit WP Ads kombinieren kann. Damit kann man zb. einstellen, dass nur Suchmaschinen-Besucher bestimmte Ads sehen oder Stammleser verschon bleiben, oder nur in älteren Artikeln Ads erscheinen, sehr flexibel und einfach einzustellen..ist vielleicht ja auch was für dich.

    Antwort

  18. Avatar
    Juli 15, 2009

    Netter Artikel!

    kannte den Advertising Manager noch gar nicht, allerdings würde ich gerade wer auf Einstellungen und vltl. auch das Tracken von Adsense Wert legt einfach den openX empfehlen, der sic hauch Prima mit WordPress kombinieren lässt!

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