Photoshop Netikette

Photoshop wird von Kreativen benutzt, die sind so kreativ, das der Webworker – der den Entwurf dann nach HTML umsetzen soll – desöfteren weinend vor seinem Rechner sitzt. An der Stelle kommt es direkt zu mehreren Problemen: niemand auf diesem Planeten erklärt einem Kreativen, wie Photoshop Ebenen einzusetzen sind. Entsprechend kreativ geht er vor – wenn er überhaupt vorgeht: Ich hab hier durchaus ein paar PSDs liegen, die durch gefühlte 200 unbenannte Ebenen glänzen. Ferner fehlt meistens auch jegliches Wissen hinsichtlich Umsetzbarkeit, Größen eines Browsers (1024er-Auflösung = Design 1024px breit) und Fonts, was zu sehr vielen transparenten PNGs führen wird.

Screenshot des Photoshop Manifesto

Nicht nett? Richtig, dummerweise allerdings die Realität. Neben den technischen Problemen gibt es auch das Problem, wie eine PSD auszusehen hat, und wie man ein Design abliefert. Das Photoshop Etiquette Manifesto versucht genau dieses Problem anzugehen: durch ziemlich klare Ansagen wie Webdesign funktioniert wird versucht, dem Designer klare Vorgaben zu machen.

Dies fängt bei Ebenen an, betrifft aber auch Fonts oder der nette Hinweis, das ein Formular oder UI-Elemente nicht auf 5 Seiten 6 verschiedene Designs brauchen. Um genau zu sein: ein Designer wird weinen wenn er sich an diese Vorgaben halten muss – vielleicht sogar anmerken das er sich in seiner Kreativität eingegrenzt fühlt!

Deshalb mein Tipp an dieser Stelle: WENN man ein Design extern zugeliefert bekommt sollte man ein solches Manifesto besitzen. Darüber hinaus muss die Breite des Design klar festgelegt werden und (falls es so sein sollte) auf Besonderheiten des eingesetzten Shop-Systems / CMS hingewiesen werden. Klar ist das erstmal Arbeit, aber es hat einen tollen Effekt!

Der Designer kann sich an die Vorgaben halten, muss er aber nicht. Der Webworker wiederum kann gegenüber dem Kunden vertreten das er VOR dem Design Anmerkungen gemacht hat, wie die Welt funktioniert. Der Kunde kann sich dann entscheiden ob der Designer nachbessern muss, oder ob er Mehrkosten beim Entwickler tragen möchte. Geht man nicht diesen Weg, muss man mit dem Leben, was einem vor die Füße geworfen wird!

 

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