Pragmatic Programmers: HTML5 & CSS3

O’Reilly war so nett, mir ein Exemplar HTML5 & CSS3 aus der Reihe The Pragmatic Programmers zukommen zu lassen. Sozusagen: das Buch passend zum Hype. Es kommt mit fast 270 Seiten daher und eignet sich hervorragend zum schnellen Nachschlagen von Features und neuen Techniken. Wie in der Reihe üblich wird man nicht durch ellenlange Definitionen gelangweilt, sondern schlägt eine Seite auf und findet umgehend ein Fallbeispiel. Das Buch ist also gut für alle Autodidakten geeignet, was dem Frontendentwickler im allgemeinen ja nachgesagt wird.

Das Buch führt keine strikte Trennung zwischen HTML5 und CSS3 durch, sondern in einem Kapitel über Benutzerfreundliche Webformulare bekommt man zum Beispiel anhand der neuen HTML5-Elemente beigebracht, wie man diese mit CSS3 beeinflussen kann. Entsprechend ist die Einteilung der Hauptbereiche des Buches gegenüber „normalen“ Referenzen etwas fernab der Norm:

  • Teil 1: Bessere Benutzeroberflächen
  • Teil 2: Neue Perspektiven und Klänge
  • Teil 3: Jenseits von HTML5

Diese Einteilung ist wirklich recht pragmatisch, denn sie kümmert sich um die beiden interessanten Hauptbereiche von HTML5: die neuen Formulareigenschaften, und Canvas, Audio & Video. Wer hingegen etwas über Web Sockets in Erfahrung bringen möchte, muss sich mit einigen wenigen Seiten zufrieden heben. Als Beispiel hält hier der obligatorische Webchat her. Bei den Web Workers hats dann nur für eine Seite gereicht. Was mich auch ein wenig stört ist die stiefmütterliche Behandlung der obligatorischen Probleme mit den diversen Browsern.Das magische Wort border-radius habe ich so schon mal nicht im Index gefunden.

Nun aber genug gemeckert und einen Blick auf die Zielgruppe geworfen: das Buch ist trotzdem klasse! Wieso? Man arbeitet die Beispiele einmal durch und hat zumindest einen Überblick über die grundlegenden neuen Fähigkeiten von HTML5 & CSS3 und kann diese in zukünftigen HTML-Anwendungen problemlos einsetzen. Und das ohne mit langweiligen Definitionen konfrontiert zu werden, auf mehreren Seiten erklärt zu bekommen, wie man einen box-shadow wirklich in allen Browsern gleich aussehen lässt, oder  mehrseitige Ausführungen erhält, wie man auf welchem Rechner MP3 in die verschiedenen notwendigen Formate konvertiert. Arbeitet man die Beispiele durch, weiß man wie es geht, nicht wie man es machen könnte. Ein kleiner Ausflug zu jQuery hilft interessierten Lesern bei der Vereinfachung ihrer JavaScripte.

Natürlich bietet das Buch noch genügend Raum für eigene Forschungen, und natürlich kann man die Beispiele aus dem Buch nicht in die freie Wildbahn entlassen, aber das ist auch nicht Sinn & Zweck. Das Buch soll einen Überblick darüber bieten was man mit HTML5 & CSS3 leisten kann, das macht es, und das macht es gut. Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch das Ende des Buches, das visionär aufzeigt, wie sich unsere Welt verändern könnte, wenn alle Browser HTML5 vernünftig umgesetzt haben.

 

 

2 Antworten auf „Pragmatic Programmers: HTML5 & CSS3“

  1. Ich habe das Buch gerade dieser Tage durchgelesen und war eigentlich nicht sooo begeistert und habe mir da wohl etwas mehr bzw. anderes erwartet.

    M.E. liegt der Schwerpunkt weniger auf dem wie der Titel vermuten lässt „HTML5 und CSS3“. Richtigerweise müsste er wohl lauten „Ausweichlösungen in JavaScript für HTML5 und CSS3“.

    Alles in allem ist es doch sehr javascipt-lastig. Ist aber nur meine Meinung.

    1. Nunja, das ist wohl ein auffälliges Merkmal der meisten HTML5-Bücher ;) Der Einsatz dieser Technolgie glänzt ja derzeit noch durch sonderlösungen und Workarounds mittels JavaScript für die diversesten Browser.

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