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Das Projekt Comet von Adobe

Vor einigen Monaten gab es einen regelrechten Aufruhr in den Agenturen für die ich arbeite. Adobe würde Fireworks abschaffen hieß es. Eine ziemlich komische Entscheidung von Adobe an der Stelle, die so natürlich auch nicht der ganzen Wahrheit entspricht. Fireworks hat einen „Feature Freeze“ verordnet bekommen. Dies ist Adobes Art eine Software am Leben zu erhalten, von der sie eigentlich nicht mehr wissen was sie damit sollen. „Feature Freeze“ bedeutet aber auch, dass eventuelle Instabilitäten oder Sicherheitslücken nach wie vor gefixed werden.

Da Fireworks gerade bei den Webworkern sehr beliebt ist, stellt sich natürlich die Frage nach einer Alternative. Photoshop ist zwar nett, aber in Fireworks können viele Designer Webseiten einfach wesentlich schneller entwickeln. Eine mögliche Antwort hat nun Adobe selbst mit dem Project Comet gegeben.

Project Comet auf dem MacBook

Project Comet auf dem MacBook

Project Comet scheint Design & Mockups vereinen zu wollen, denn wie man in dem Screenshot sieht, lassen sich auch Verbindungen zwischen den Webseiten darstellen. Adobe wäre wiederum nicht Adobe wenn es nicht ankündigen würde, das ihr Teil die User Experience von Webseiten revolutionieren wird. Es stellen sich an der Stelle natürlich die grundlegenden Fragen: a) Wie schnell kann man Webseiten erstellen und b) wie exportiert das Tool die Seiten. Zumindest scheint Project Comet ein voll interaktives Preview zu besitzen, indem man in einer Art Präsentationsmodus einem Kunden die Seiten voll funktionsfähig zeigen kann.

Ferner scheint das Ganze online zu funktionieren, denn es gibt eine Share-Funktion für Team-Mitglieder oder Kunden, denen man einfach einen Link senden kann. In Adobe-Deutsch nennt sich das Ganze dann: Creative Cloud. Es arbeitet aber auch mit Photoshop und Illustrator zusammen. Plugins gehen übrigens auch, aber die waren ja schon bei Dreamweaver eher ein Drama. In dem Video auf der  Seite sieht man ganz klar, das Project Comet eine Desktop-App ist.

Ich bin mir noch nicht sicher was ich davon halten soll, das Aussehen und die Funktionalität des Tools ist ja ganz ordentlich, aber was kommt am Ende des Tages als Output heraus? Ich habe derzeit ein wenig die Befürchtung das es HTML sein wird (man korrigiere mich in den Kommentaren, wenn dem nicht so ist), und falls dem so ist befürchte ich Schlimmstes. Zum einen wird man eingeschränkt, zum zweiten kann der resultierende Code keinesfalls gut sein und zum Dritten hatte Adobe in der Vergangenheit immer durchaus eigene Vorstellungen von validem browser-unabhängigem Code.

 

Guido
Geschrieben von Guido

Guido Mühlwitz ist Freiberufler mit Schwerpunkt HTML5, Zend Framework 2 / Node.js und individueller WordPress Plugin Entwicklung. Wenn er sich nicht gerade bei Twitter über PHP aufregt, bloggt er über aktuelle Themen aus dem Bereich der Anwendungsentwicklung.

1 Antworten auf Kommentar

  1. Avatar
    November 14, 2015

    Ich hab mir das jetzt mal angeschaut und da ist nix mit HTML, Project Comet ist ein reines Prototyping-Tool. Kennst du https://proto.io/? Sowas ist das mit den Fähigkeiten und Verknüpfungen zu den Adobe-Produkten. Ich habe mehr Bedenken bei Muse, da heißt auch schon der Titel „Homepage-Baukasten“.

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