WordPress und Adobe Air – Kommentare bequem verwalten

Adobe Air entwickelt sich scheinbar derzeit zu einer XML-RPC-Allzweckwaffe. Die meisten der mir bekannten Twitter-Clients basieren auf dieser Technologie. Da auch WordPress eine XML-RPC-Schnittstelle anbietet, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch hier die ersten kleinen Tools auftauchen.

Erstaunlicherweise beschränkte sich bisher die Nutzung dieser Schnittstelle auf das Posten von Blog-Beiträgen. ScribeFire für den Firefox ist zum Beispiel eine solche Anwendung, die ich allerdings nie benutzt habe, da mir die Verwaltung der Bilder dort nicht in den Kram passt. Meines Erachtens machte Matt Mullenwegs iPhone-Plugin als erstes Tool vollen Gebrauch von den WordPress-Möglichkeiten.

In diesem Tool sieht es allerdings so aus, das man unter anderem auch die Kommentare verwalten kann. Eine sehr nützliche Sache, wie ich finde, denn leider muss man nach wie vor permanent die eigenen Blogs checken, ob alle Kommentare hinsichtlich Spam so einsortieret worden sind, wie man das will. Erschwerend kommt hinzu, dass man bei neuem Spam nicht per E-Mail benachrichtigt wird, was die ständige Kontrolle des Blogs um so wichtiger macht.

Das optimale wäre wohl ein kleines Tool, was als Monitor permanent die Blogs überprüft, um zu sehen, ob neue Kommentare eingetroffen sind. Und was soll ich sagen? Ich habe eins gefunden :)

Das WordPress-Plugin Moderator funktioniert in erster Linie wie ein normales Plugin, nur mit dem Unterschied, das es eine Adobe Air-Anwendung zum Download zur Verfügung stellt. Mit dieser Anwendung kann man bequem die Kommentare verwalten, ohne in das Backoffice des Blogs zu gehen.

Darüber hinaus kann man es in den System Tray stecken und ein netter Alarm meldet neue Kommentare.  Das Plugin hat derzeit allerdings noch 2 Haken: a) es ist noch kompatibel zu älteren Versionen von WordPress und benutzt die Moderation API noch nicht und b) es funktioniert nur mit einem einzelnen Blog. Zumindest Letzteres ist nicht so schön.

Der Programmierer hat allerdings eine in Kürze erscheinende neue Version angekündigt, die ganz auf ein WordPress-Plugin verzichtet. Es verwendet die neue Moderation API aus Version 2.7 von WordPress und man kann auch mehrere Blogs auf einmal damit verwalten.

Ich bin gespannt, wohin sich das Backoffice von WordPress noch entwickeln wird, aber nun ist es definitiv auch in der Welt der Rich Internet Applications angekommen.

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