Neues von Adobe: Flash Catalyst und Flash Builder

Tja, Adobe hat mal wieder einige neue zentrale Produkte. Das ist ja an und für sich nichts neues – Adobe hat ja öfters Ideen für neue Strategien. Die Preisfrage ist nur, ob sich diese auch durchsetzen. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit jedoch sehr hoch, da wir uns in der Welt von Macromedia Flash (Entschuldigung, Adobe natürlich) bewegen.

Und schon hört es dann auch schon auf mit der innovativen Leistung :) Das neue Kernprodukt Flash Builder entspricht dem alten Kernprodukt Flex Builder. Was Adobe dabei geritten hat den Namen Flash bei Flex nicht im Namen zu verwenden, wissen wohl alleine die dortigen Marketing-Götter. Auf jeden Fall ist Flash Builder die neue 4. Version von Flex!

Natürlich müssen erstmal die Grundlagen geschaffen werden, und so wird es auch eine neue Version des Flex SDK geben (Codename „Gumbo“ – wer mag sich das nun wieder ausgedacht haben?). Das SDK ist weiterhin quelloffen und soll vor allem den Austausch von Design-Informationen vorantreiben, sodass sich externe Templates nutzen lassen.

Mit dem Flash Builder zielt Adobe eindeutig auf den Enterprise-Bereich! Denn genau hier hat Flash nach wie vor noch keinen guten Ruf, eher im Gegenteil! Es gilt nach wie vor als Spielerei, und es gehört jedes Mal einiges an Überzeugungskraft dazu, Flash im Unternehmensumfeld als RIA einsetzen zu dürfen.

Entsprechend verfügt der Flash Builder über die aus Java bekannten Getter- und Setter-Methoden. Hinzu kommen Unit-Tests, Build-Optionen per Kommandozeile und ein verbessertes Debugging und Refactoring.

Der tiefere Sinn von Flash Catalyst ist mal wieder durchaus diskussionswürdig. Vor allem ist diskussionswürdig wieso der Catalyst ein eigenständiges Programm ist, das natürlich auch eigenständig käuflich erworben werden muss. Der Catalyst erinnert frappierend an ImageReady! Die einzige Aufgabe des kleinen Programmes ist es, Grafiken im AI- oder PSD-Format automatisch nach Flash zu übertragen. Die einzelnen Layer innerhalb des Grafikprogramms dienen Catalyst hierbei als Anhaltspunkt für die gewünschte Funktion der Ebene (Button, Eingabefelder, Scrollbar, etc.). Auch Ereignisse und Zustände können so beschrieben werden.

Ich für meinen Teil hätte erwartet, dass man solch eine Software kostenlos erhält, bzw. diese Bestandteil eines bereits bestehenden Produktes werden. Denn sowohl die Grafikprogramme als auch Flash selbst sind nicht unbedingt auf dem Ramschtisch käuflich zu erwerben. Insofern erhält das Ganze einen bitteren Beigeschmack und nach eingehender Betrachtung fragt man sich schon, wo hier die Innovationen verborgen liegen …

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