Page Speed von Google – Performanz einer Webseite messen

Erst vor Kurzem ist Version 2.0 von YSlow herausgekommen, das kleine Tool von Yahoo – als Erweiterung zur Firefox Extension Firebug – analysiert eine Webseite anhand verschiedener Profile (zum Beispiel: Blog) und gibt Empfehlungen aus, wie man die Seite schneller machen könnte. Die Ergebnisse sind kryptisch, insbesondere fand ich es immer etwas störend, dass das Ganze auf dem amerikanischen Schulnoten-System aufgebaut war. Bei meinem letzten Test in diesem Blog sah es eigentlich ganz gut aus (dies war allerdings auch noch bei meinem alten Provider).

Screenshot von YSlow

Sergej Müller hat mich heute in Twitter auf ein neues Tool von Google aufmerksam gemacht:  Page Speed. Auch eine Erweiterung zu Firebug und eigentlich ziemlich ähnlich YSlow. Eigentlich, denn Tests haben ergeben, dass Google Speed noch an Ecken meckert, die YSlow für positiv hält. Die viel interessantere Frage ist natürlich, wieso Google etwas programmiert, was es eigentlich schon gibt. Aber wahrscheinlich liegt es im ureigenen Interesse eines Suchmaschinenanbieters Seiten schnell herunterladen zu können.

Screenshot von Google Page Speed

Ich für meinen Teil präferiere Page Speed ganz klar. Die Ausgabe ist wesentlich intuitiver als bei YSlow und man kann etwas damit anfangen! Ampelfarben zeigen recht einfach an, wo Nachbesserungsbedarf besteht. In diesem Blog zum Beispiel gibt Page Speed ganz klare Anweisungen. Die Seiten sind nicht mit gzip komprimiert, das Javascript nicht minified und es gibt viel zu viele einzelne CSS (ein echtes Manko von WordPress).

Also einfach mal runterladen, ausprobieren und danach wahrscheinlich YSlow wegwerfen :)

4 Antworten auf „Page Speed von Google – Performanz einer Webseite messen“

  1. Ja, mit dem Page Speed Service macht Google nun richtig Ernst!
    Seit längerer Zeit schreibt Google, wie wichtig schnell ladende Internetseiten sind, um Nutzer zufriedenzustellen – andere Prüfungen haben gezeigt, dass sich durch eine Verkürzung der Ladezeiten die Webnutzung und damit natürlich der Umsatz erhöht wird – und die Ladezeit ist ein weiteres zusätzliches Kriterium für den Pagerank bzw. die Position im Googleindex.

  2. Mit dem Page Speed Tool im Firefox habe ich gute Erfahrungen gemacht, als nicht Entwickler war es mir so möglich Schritt für Schritt einzelne Performance Probleme zu beseitigen.

    Beim ersten run zeigte das Tool einen Wert von 84 jetzt liegt meine Site bei 93-95 je nach angezeigter Seite.

  3. Aktuell habe ich für diesen Blog hier sehr unterschiedliche Ergebnisse! YSlow meckert, dass WordPress zu viele einzelne CSS und JS besitzt, und Page Speed findet dies (noch) normal. Ihm gefällt nicht, dass die CSS und JS nicht minified sind.

    @Sergej die 99 Punkte bekommst du aber nur, wenn du auf das Blog-Profil umschaltest, oder? :)

  4. Einem echten Entwickler ist es egal welches Tool als Unterstützung verwendet wird – er macht es gleich alles richtig ;) Auch bei YSlow habe ich in der Regel zwischen 99 und 100 von möglichen 100 Punkten erreicht. Ich weiß, Sergej, der Angeber ;)

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