WordPress Statistiken

Irgendwie wird es wohl in den letzten Monaten zu einer lieben Gewohnheit, das ich mich über Statistiken im Zusammenhang mit WordPress auslasse. Hintergrund ist der, dass es inzwischen immer mehr Stimmen gibt, die zukünftige Probleme mit Google Analytics vorhersagen. Man bewegt sich da in einer rechtlichen Grauzone, da eine deutsche Seite Benutzerdaten bei einem amerikanischen Dienst speichert. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Datenschutzbeauftragte ein Blick auf diesen Konstrukt werfen wird. Es gibt sogar einige Unternehmen die inzwischen Google Analytics komplett entfernen, und stattdessen auf Urchin zurückgreifen.

Viele Blogs setzen die WordPress Stats ein, auch hier hat man das gleiche Problem: detaillierte Informationen über die deutschen Benutzer der Webseite auf einem amerikanischen Server. Was sind die Alternativen? Es gibt natürlich inzwischen auch einige deutsche Online-Dienste die eine Auswertung anbieten, aber auch hier sind (vom Prinzip her) die Nutzerstatistiken Dritten zugänglich.

Aus dem Open Source-Bereich blieb bisher eigentlich nur Piwik als Alternative über. Dies ist aber in der Regel (wie übrigens auch Google Analytics) totaler Overkill. Was die meisten Blog-Betreiber eigentlich wollen, ist ja die Anzahl der Benutzer (pro Tag) und die beliebtesten Artikel.

Auswertung mit SlimStat

Die Open Source SlimStat bietet hier eine willkommene Abwechslung, nebst einem netten WordPress-Plugin sorgt das Tool für eine übersichtliche und schnelle Statistik, bei der die Benutzerdaten auf dem eigenen Server gespeichert werden. Ich denke das Tool ist einen Blick wert, da es sämtliche interessante Daten für Blog-Betreiber auf einer einzigen Seite abbildet.

Aber Achtung! 1000 Visits sind noch lange nicht 1000 Visits! :) Dies gilt für allem für die Fraktion, die noch auf Webalizer setzt. Der Trick an der ganzen Angelegenheit ist ja der: Wenn 80% der Blogbetreiber Analytics einsetzen, können auch 80% der Blog-Betreiber sicher ihre Besucherzahlen miteinander vergleichen. Die restlichen 20% haben im Vergleich per se entweder viel zu wenig oder viel zu viel Benutzer, da ihre Software eine eigene Vorstellung davon hat, was ein Visit eigentlich ist. Ich empfehle deswegen zumindest am Anfang, eine neue Auswertungssoftware immer parallel zu Analytics zu betreiben, um zu sehen, welche Änderungen an den Besucherzahlen die neue Auswertungssoftware mit sich bringt. Leute, die ihre Auswertung rein über Webalizer erledigen, könnten da durchaus ihr blaues Wunder erleben.

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6 Antworten auf „WordPress Statistiken“

  1. Da Wassup ja noch nicht mit WordPress 3.x arbeitet, habe ich mir mal Slimstat angeschaut. Der Name lässt weniger vermuten, als es tatsächlich bietet. Cooles Teil für zeitnahe Statistiken. Jetzt fehlt nur noch etwas in Richtung wassup…

  2. Super Post,
    slimstat ist genau das was ich gesucht habe, für ein Projekt bei dem der Seitenbetreiber nichts mit 100 Statistikanzeigen anfangen könnte und Analytics nun mal nicht so ganz legal ist. Vielen Dank

  3. Pingback: Google Analytics bald verboten? | [Gregel Dot Com]
  4. Einen guten Tag verbunden mit einem Dankeschön für den Hinweis.
    Auch mir, einem Autodidakten, ist es gelungen, die Anwendung ohne Schwierigkeiten zu installieren. Für mein WordPress-Gebilde habe ich beides ausprobiert, die normale Installation und die PlugIn-Lösung. Ich persönlich ziehe das Erscheinungsbild der normalen Install-Version vor …

  5. Hallo und vielen Dank für den Tipp. Da habe ich ja direkt wieder etwas zum testen für die nächsten Tage. Es ist schon recht interessant. Benutzt man 10 Tools um die Besucherstatistiken zu erfassen zeigen alle 10 unterschiedliche Werte. Ich bin gespannt was mir SlimStats im direkten Vergleich mit meinem Lieblingstool Flash-Counter präsentieren wird.

    LG Piet

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