Komprimierung von Bildern in WordPress

Bei dem derzeitigen Hype um Caching aller Art in WordPress wird meines Erachtens ein wichtiger Punkt außer Acht gelassen: die Bilder! Und dazu zähle ich insbesondere die von WordPress automatisch erzeugten Bilder! Denn während man vielleicht das eigentliche Bild im Photoshop für das Web optimiert, ist dies mit den Thumbnails noch lange nicht der Fall.

Es liegt in der Natur der GD Bilder mit fragwürdiger Qualität zu erstellen bzw. von interessanten Dateigrößen. In letzter Zeit treten immer mehr Service-Angebote wie zum Beispiel mein persönlicher Liebling PunyPNG in den Vordergrund die es ermöglichen, ohne Qualitätsverlust Bilder zu optimieren. Ersparnisse an Dateigrößen im zweistelligen Prozentbereich sind dabei keine Seltenheit!

Frage ist aber, wieso soll ich so etwas überhaupt machen, schließlich ist mein Webhosting Flat und es ist egal, wie viel Traffic ich erzeuge! Die Antwort ist ganz einfach: Speed! Je kleiner die Grafiken sind, desto schneller sind sie beim Benutzer. Siehe hierzu auch einen Beitrag in Yahoos Exceptional Performance Series. Zur Optimierung einer Webseite gehört es nun schon seit Langem, das nicht nur HTML optimiert und schnell ausgegeben werden muss, sondern das auch Bilder um unnötige Meta-Informationen erleichtert werden.

Aber wie mache ich das? Mangels API besitzen einige der Dienste zumindest ein kleines Desktop-Tool, das einem bei der Optimierung der Bilder behilflich ist. Alle diese Tools setzen allerdings voraus das die Bilder entweder auf lokaler Festplatte liegen, oder mittels eines Webformulars hochgeladen, dann optimiert und anschließend wieder heruntergeladen werden. Dies nützt nicht wirklich, da wir weder bei WordPress, noch bei irgendeiner anderen Webseite einmal die Woche die neuen Bilder herunter- und wieder hochladen möchten.

Eine nette Alternative ist hier allerdings Yahoos Smushit, das per API angesteuert werden kann! Neuerdings ist es Bestandteil von YSlow und kein separates Desktop-Tool mehr. Ob das Sinn macht sei einmal dahingestellt, aber natürlich ist die API erhalten geblieben. Und wie das Leben so spielt, gibt es ein WordPress-Plugin, das diese API verwendet.

WP Smush.it in der Mediathek mit Anzeige des gesparten Speicherplatzes

WP Smush.it integriert sich in die Mediathek und man kann dort mittels Klick „alte“ Bilder optimieren. Darüber hinaus ist es natürlich für neue Bilder interessant, denn diese werden komplett beim Upload mit Smush.It automatisch optimiert. Darüber hinaus kann es neben der reinen Optimierung auch GIF’s in kleinere PNG’s wandeln und JPEG’s optimieren.

Das kleine Tool kann je nach Seite bei Google’s Page Speed oder Yahoos YSlow für einen wahren Performance-Sprung sorgen und die Ladezeiten von Webseiten drastisch verringern. Einfach mal ausprobieren, zur Not mit einem der Desktop-Tools wenn man etwas gegen automatische Optimierung hat, und über das Ergebnis staunen. Und wie immer der Hinweis: Vorher mal ein Backup anlegen, schadet nichts :)

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4 Antworten auf „Komprimierung von Bildern in WordPress“

  1. Hallo.
    Ich weiß, der Artikel ist uralt, aber ich wollte trotzdem mal Danke sagen. Leider gibt mir WP Smush.it immer einen Fehler im WordPress selber, aber der Hinweis mit dem Desktoptool hilft mir jetzt zumindest zukünftig die Bilder zu optimieren. Vielleicht mach ich mir ja mal die Mühe und lade alle bisherigen Bilder runter, optimiere sie und lad sie wieder hoch. :(
    Gruß, Max

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