Drupal um Bilder erweitern

Drupal, das manchenorts als CMS bezeichnet wird, kann nativ nicht mit Bildern umgehen. Dies ist nicht nur schlecht, sondern für ein CMS nicht tragbar. Glücklicherweise gibt es die entsprechenden Module, um Drupal um Bilder zu erweitern.

Allerdings gibt es nicht nur EIN Bild-Modul, sondern direkt mehrere, die alle auf unterschiedliche Weise Bilder implementieren. Eine Möglichkeit ist das Image-Modul. Dieses erlaubt in Verbindung mit dem Core-Modul Upload das Hochladen von Bildern und das verlinken in anderen Inhaltstypen. Das „Problem“ mit dem Modul ist allerdings, das jedes Bild seinerseits wieder einen Node darstellt. Habe ich also einen Blog-Beitrag mit 3 Bildern, habe ich nicht einen Node, sondern 4!

Eine anderen Möglichkeit Bilder einzubinden ist IMCE. Dieses integriert sich auf Wunsch direkt in einen WYSIWYG-Editor und kann mittels Button Inline Bilder einbinden. Keins der Bilder besitzt einen eigenen Node und die Bilder verschiedener Benutzer können gegeneinander abgegrenzt werden. IMCE ist im Prinzip ein HTML-Dateibrowser der über Verzeichnisse eine Kategorisierung erlaubt, und ein Dateiupload zulässt. Im Prinzip ganz nett, allerdings hatte ich stets etwas an der Usability auszusetzen und erschwerend kommt hinzu, dass es durchaus Benutzer gibt, die durch einen Dateibrowser überfordert werden.

Für die Blogs auf Sci-Fantasy.De verwenden ich, wie bei jeder Drupal-Umsetzung bei der ich freie Hand habe, das Modul ImageField für das CCK. Das Modul setzt voraus, das FileField ebenfalls installiert ist. FileField erlaubt es, mittels CCK generelle Upload-Felder einzufügen, ImageField spezialisiert diese Aufgabe für Bilder.

Hat man mittels CCK einem Inhaltstyp „Bild“ hinzugefügt, kann und sollte man dieses Feld editieren und konfigurieren. Die Grundeinstellung ist zwar ausreichend, aber natürlich möchte man das Ganze etwas individualisieren und was zumindest mir immer wichtig ist, dass nicht alle Bilder in einem Verzeichnis landen und ich diese schnell wiederfinden kann.

Ausgehend von der Grundkonfiguration ändere ich im Feld stets die folgenden Daten:

  • Logischerweise Bezeichnung und Hilfetext
  • Erlaubte Dateiendung und die maximale Auflösung ändere ich nicht, da wir durch den späteren Einsatz von Imagecache eh keine originalen Uploads anzeigen werden.
  • Die Pfadeinstellungen sind wichtig und sollten auf jeden Fall gemacht werden! Bei Sci-Fantasy.De habe ich für die Blogs den folgenden Pfad gewählt: „blogs/[user]/[site-date-yy]/[site-date-mm]/“ was im weitesten Sinne WordPress entspricht
  • Die Dateigrößenbeschränkungen setze ich auch, damit mir nicht ein einzelner Benutzer 5GB hochladen kann :) Hier setze ich in der Regel 250K pro Bild.
  • Im Bereich Einstellungen für den Titeltext erlaube ich den Benutzern, mittels Textfield einen Title-Tag anzugeben.
  • Im Bereich globale Einstellungen sollte man je nach Anwendung den Wert für Anzahl von Werten konfigurieren. Dieser Wert variiert von Anwendung zu Anwendung und ist im Falle von Sci-Fantasy.De 3.

Ähnliche Beiträge

Drupal Goes ORM Seit langer Zeit endlich mal was Neues zum Thema Drupal, und der Titel hört sich wirklich gut an, oder? Aber was will er uns diesmal damit mitteilen? ...
Drupal Backend mit iPhone & iPad Der Administrationsbereich von Drupal ist zugegebenermaßen maximal anstrengend, besitzt aber den Vorteil auch maximal anpassbar zu sein. Im Gegensatz ...
Drupal Remote – Fernbedienung für Drupal Fernbedienung für ein CMS hört sich erst einmal bizarr an, aber es kann durchaus Sinn machen. Natürlich nicht für einen Kunden, der nur eine einzige S...
Artisteer – Web Design Baukasten Eher durch Zufall bin ich heute auf der Smarty-Homepage über eine Google-Ad für Artisteer gestolpert. Ein Produkt, das ich bisher so noch nicht kannte...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.