Farewell Lieblingsfeind – zum Tode von Gravenreuth

Tja, eigentlich liege ich mit Magen-Darm auf der Couch, und eigentlich wollte ich heute nicht bloggen, dummerweise habe ich Twitter auf dem iPhone eingeschaltet, und dummerweise habe ich einen Tweet gefunden, der mir keine Ruhe gelassen hat. Karsten hat irgendwann heute morgen um 11 Uhr vermutet das Günter Freiherr von Gravenreuth Selbmord begangen hat, und hat kurz darauf eine Bestätigung erhalten.

Das Schicksal hat dem Rechtsanwalt in letzter Zeit übel mitgespielt, aber spätestens wer ihn in den 80ern auf den Szene-Treffen in Köln erlebt hat, wusste das er stets die Nähe zu dieser suchte. Er war wahrscheinlich der erste Anwalt der wusste was das Internet wohl ist, und er war auch einer jener Anwälte die stets wussten, wie sie rechtliche Grauzonen exakt ausloten können.

Kein Anwalt hat so polarisiert, und kein Anwalt ist bei der Generation C64 so bekannt geworden wie Gravenreuth. Man kann von Gravenreuth denken was man will, aber man sollte das menschliche nicht vergessen. Bei Heise tummeln sich derzeit Trolle, von denen ich weder glaube das sie wissen wer Gravenreuth wirklich war, noch was er getan hat, aber in einer derart menschenverachtenden Art&Weise drauf hauen das ich mich schon frage wieso Heise so etwas online lässt.

Zensur hin oder her, aber die Kommentare bei Heise gehen gar nicht, was Heise wohl inzwischen erkannt hat. Jetzt wo unser Lieblingsfeind weg ist kommen sie mit ihrer großen Klappe alle wieder aus dem Keller, verdient hat er es nicht, und was sie eigentlich tun wissen die Trolle auch nicht.

Wer hoch aufsteigt, kann tief fallen, wer Tritte nicht verträgt, sollte nicht treten.

Farewell

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