TinaMVC für WordPress

Sehr zu meinem Leidwesen ist das Thema MVC in WordPress kein Thema. Genauso wenig wie vernünftiges objektorientiertes Programmieren oder sinnvolles Templating. Man muss WordPress allerdings sehr zugutehalten, das man alles machen kann, was man will. Fakt ist aber das die Möglichkeit besteht, grottenschlechte Plugins mit grottenschlechtem Code sehr effektiv zu verbreiten.

Hinzu kommt die Sucherei mit den Hooks, die ich persönlich nicht sonderlich intuitiv finde. Aber da kann WordPress wirklich nichts für, man kann froh sein das man überall einen Hook hat, wo man einen braucht! Vielleicht bin ich inzwischen auch irgendwie zu verwöhnt, aber zumindest ein vernünftiges Templating muss bei mir inzwischen sein. Was irgendwie zum Problem führt, das ich bei jedem WordPress-Plugin erneut eine Krise kriege, wenn ich HTML-Code hart codiere bzw. über print ausgebe!

Abhilfe verspricht bei dem Thema TinaMVC das nicht nur als Erweiterung für Plugins gedacht ist, sondern auch Standalone neben WordPress betrieben werden kann, und dann mit einem eigenen Login-System daher kommt. Letzteres ist zwar kompletter Overhead, aber Ersteres sorgt zumindest dafür das man in seinen Plugins den Code vom Design trennen kann.

Dass Nette an TinaMVC ist, das alles irgendwie schon als Klasse vorhanden ist, ich ändere diese durch Vererbung und erhalte somit meine eigene Anwendung. Durch die Vererbung nimmt mir TinaMVC auch eine ganze Menge an Arbeit ab, so zum Beispiel die Behandlung von Formularen, sorgt aber auch für eine nicht ganz unerhebliche Beeinflussung der Ausführungsgeschwindigkeit.

Ich sehe aktuell TinaMVC als Lösung für all diejenigen, die OOP beherrschen und „mal eben schnell“ ein Plugin programmieren wollen. Ob ich aufgrund der ganzen Features, die man nicht braucht, TinaMVC wirklich für ein „seriöses Plugin“ verwenden würde, bezweifle ich. Aber vielleicht kann es ja der eine oder andere von euch gebrauchen.

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Ein Kommentar

  • […] Also many thanks to Guido Mühlwitz for reviewing Tina MVC in his Webworking blog. He makes good poi… […]

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