Und WordPress ist doch optimierbar!

Mit der Einführung der „Website-Leistung“ in den Google Webmaster-Tools startete unter den Bloggern ein Wettbewerb um die schnellste Seite. Zumal die Geschwindigkeit einer Seite durchaus ein Ranking-Faktor von Google werden könnte. Ich habe auch entsprechende Optimierungen am Blog durchgeführt, die auch gezogen haben, wie man an der Grafik sieht. Die Zugriffszeiten sind im November stark gesunken.

Leistung des Blogs gemäß Webmaster Tools

Lustigerweise steigt der Graph wieder an, und ich habe keine Idee wieso, da ich nichts geändert habe! Schaut man sich eine Seite mit Page Speed oder YSlow an, ist der Grund für das langsame Rendern stets die Tatsache, das jedes Plugin eine eigene Javascript-Datei und eine eigene CSS im Head einbindet. Entsprechende Versuche mit Optimierungs-Plugins sind letztes Jahr in die Hose gegangen. WP-Polls ist zum Beispiel ein gutes Beispiel, wieso Plugins in WordPress nicht immer optimal sind.

Für den Blog war die sinnvollste Optimierung demnach die Zusammenfassung aller CSS und Javascripte zu einer jeweils einzelnen Datei. Dies verringert die Anzahl der Requests auf den Server, und erlaubt auch ein schnelleres Rendering beim Client. Dies kann man aufwendig händisch machen, oder halt ein Plugin verwenden.

In der Vergangenheit haben die Tests der Plugins zu nicht funktionierenden Plugins geführt, da in der Regel sämtliche Funktionalität von Ajax lahmgelegt worden ist. Da das händische Zusammenfügen aber durchaus recht aufwendig ist, wollte ich erst noch einmal die Plugins durchtesten – ist ja immerhin einige Zeit vergangen. Zumindest für PHP Speedy WP kann ich sagen, dass die Zeit nicht genutzt worden ist, die Entwicklung scheint eingestellt worden zu sein.

WP Minify hingegen hat einige Versionssprünge gemacht, also hab ich es mal ausprobiert. Das Zusammenfügen der Dateien unterscheidet sich nach wie vor recht drastisch von Drupal, aber immerhin gibt es inzwischen einen Cache und eine Debugging-Möglichkeit!

Erstaunlicherweise ging die Installation des Plugins ziemlich glatt! Ich habe es lediglich installiert, es hat sich automatisch aktiviert und ich habe bisher noch nichts gefunden was nicht funktionieren würde. Im Gegenteil – die Seiten sind wesentlich schneller geworden. Auch das Ajax-basierte Problemkind WP Greetbox funktioniert ohne Probleme!

Hier läuft nach wie vor kein Cache-Plugin, und ich bin gespannt, wie die Webmaster-Tools reagieren werden, im Gegensatz zu letztem Jahr kann ich dieses Jahr WP Minify durchaus empfehlen! Die Installation ist unproblematisch, der Nutzen ist groß. Dennoch sollte man nach Inbetriebnahme alles überprüfen!

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6 Antworten auf „Und WordPress ist doch optimierbar!“

  1. Die besten Optimierungsmöglichkeiten ergeben sich immer aus der Reduzierung um unnötigen Firlefanz auf der Website.

    Bei Blogs ist man aufgrund 1Mio Plugins oft versucht, möglichst viel „Funktionalität“ einzubauen – in Wirklichkeit bremst der Kram und nervt ;-)

    Dennoch werde ich mir WP-Minify mal anschauen, vielleicht lerne ich einen neuen Trick dazu.

  2. Bin auf die Werte bei mir gespannt nach meinem Umzug und Domainwechsel. Bei Pingdom hab ich eine Zeit von 0,9 Sekunden hingelegt. WP lässt sich wunderbar optimieren, da geb ich Dir also voll und ganz recht. Ich nutze ja sowieso kaum Plugins, aber wenn ich eins nutze kommt mir das nicht auf den Server bevor es nicht „gesäubert“ wurde. Mag keine eigenmächtigen einbindungen von .js. css und und und. Fliegt bei mir alles raus.

  3. Tzzzz…tzz… da followed mir der Guido schon seit geraumer Zeit, und bekommt nicht mit, dass ich den tollen „CSS-JS-Booster“ für WordPress geschnitzt habe und diesen ständig am Optimieren bin… *empöhrt tu*

    Ich sage, der ist besser als alles andere am Markt für die Frontend-Beschleunigung:

    http://wordpress.org/extend/plugins/css-js-booster/

    Ich empfehle übrigens den Einsatz zusammen mit einem Backend-Beschleuniger à la WP Super Cache. #mächtig #bums

    Viele Grüße, heute mal aus Bonn

    vom Schepp

  4. Wichtig zu wissen ist, wie Google diese Werte ermittelt. Und zwar per Google Toolbar. Und diese erfasst auch nicht öffentliche Seiten. Ich hatte einen Kunden, bei dem der Einsatz von minify auch kaum was gebracht hatte. Grund war, dass der Kunde mit installierter Toolbar häufig auf den nicht öffentlichen Adminbereich zugegriffen hat. Auch diese Werte landen in der Website-Leistung. Deshalb ist es wohl sinnvoll, dass man zumindest den Backendbereich nicht mit installierter Google Toolbar nutzt. Wobei ich so ein Programm überhaupt nicht nutzen würde.

  5. Ich habe und auch bei mir gab es Probleme mit Simple:Press Forum und WP eStore, also habe ich es wieder deaktiviert. Schade eigentlich.

    Aber ich denke die Geschwindigkeit meiner Seiten ist ohnehin ziemlich gut, was letztlich am anständigen Webserver liegt, den ich mir nicht mit hunderten anderen teilen muss, wie bei den „Großen“ Hostern üblich.

  6. Danke für den erneuten Test. Ich habe mit das WP Minify Plug-In in Vergangenheit angeguckt, nur hat das Teil mir alles lahm gelegt. Werde es nun noch einmal testen.

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