WordPress, Akismet und eine kleine Biene

Seit geraumer Zeit kursiert unter den Web-Entwicklern die Diskussion, ob Google Analytics nach deutschem Recht legal ist, oder eher nicht. Zur Erinnerung: Google speichert bei jedem Seitenaufruf die Daten des Aufrufs – in den USA. Was bei dieser Diskussion meines Erachtens allerdings untergeht ist die Frage, ob diese Fragestellung nicht etwas globaler gesehen werden muss, denn während Google Analytics wenigstens „nur“ Grunddaten speichert, lässt es sich Akismet nicht nehmen direkt mal den ganzen Kommentar zu checken. Und Akismet ist nicht im Bayerischen Wald beheimatet.

Natürlich könnte man jetzt argumentieren das Google Analytics Benutzerprofile erstellt, aber zumindest Akismet macht als zentrale Spamdatenbank nichts anderes, denn wenn es das nicht machen würde, würde das Spam-Filtering mit dem „Wordpress-Standard“ nicht funktionieren. Standard ist es wohl deshalb, weil es (netterweise) WordPress beiliegt und von den WordPress-Machern stammt. Während sich jedoch Blogger maßlos über die Datenkrake Google aufregen schicken sie ohne Bedenken die Daten Ihrer Kommentatoren Richtung Akismet.

Die Antispam Bee

Lustigerweise (oder besser gesagt: sinnvollerweise) hat Sergej Müller wohl die Zeichen der Zeit erkannt und stellt mit seiner Antispam Bee eine Alternative zu Akismet vor, die in der aktuellen Version mindestens die gleiche Leistung bringt wie Akismet ohne irgendwelche Daten auf den Server Dritter zu speichern. Die Konfiguration ist dabei ziemlich einfach und das kleine Tool verrichtet nun seit einigen Wochen ziemlich problemlos seinen Dienst in diesem Blog. Es bietet wesentlich mehr Möglichkeiten als Akismet und wer auf eine Spam-Datenbank nicht verzichten möchte, kann optional das Project Honey Pot einbinden. Notwendig ist dies allerdings nicht da das kleine Bienchen bei mir auch ohne den Dienst sämtlichen Spam sorgsam herausfiltert. Bei der Gelegenheit habe ich mit dem Plugin übrigens alle russischen Domain schon einmal per se vom Kommentieren ausgeschlossen.

Wer also noch Akismet einsetzt, ist selber schuld. Antispam Bee filtert genauso zuverlässig, bietet mehr Optionen und schickt vor allem keine Daten durch die Gegend.

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9 Antworten auf „WordPress, Akismet und eine kleine Biene“

  1. Hm, habe gestern Antispam Bee installiert, scheint auch soweit gut zu funktionieren. Aber ich bekomme keine Emailbenachrichtigung bei neuen Kommentaren mehr. Könnte das an dem Plugin liegen.

  2. Danke für die Info. Ich habe Akismet bisher nicht eingesetzt, aber langsam steigt das Spam aufkommen im Blog. Daher werde ich mir die Antispam Bee bei Gelegenheit mal angucken.

    Bei Google Analytics gibt es seit kurzem übrigens eine positive Änderung: Die IP’s können zumindest gekürzt werden. In die USA gelangen die Daten dennoch, können aber nicht mehr eindeutig zugeordnet werden. Über Browser-Fingerprints und andere Algorithmen ist jedoch wohl immer noch eine relativ genaue Zuordnung möglich…

    Weitere Infos zur IP Kürzung sind im tagSeoBlog zu finden:
    http://www.tagseoblog.de/google-verbessert-datenschutz-durch-ip-kuerzung-und-browser-addon

  3. Ich nutze Antispam Bee nun auch bereits schon seit sicher einem halben Jahr und bin sehr zufrieden damit!

    Zusammen mit der Erstkommentar-Moderation ist der Spam-Anteil der veröffentlichten Kommentare 0%.

  4. Grundsätzlich sehe ich das gleiche Problem wie Du, ob nun Google Analytics, Akismet oder Facebook jedem werden Daten der Besucher bzw. Kommentatoren überlassen, nur weil es gerade in ist. Deswegen gefällt mir die Idee von Antispam Bee, welches ich auch erst vor zwei Wochen zufällig gefunden habe, echt gut, auch wenn ich kein WordPress Blog betreibe.

  5. Philipp, neu für dich ;) Antispam Bee gibt es nun seit über einem Jahr.

    Oliver, was meinst du genau? Wenn du die Kompabilität des Plugins mit WP 3 meinst, dann: Bereits mit der Vorversion hatte ich diese hergestellt.

  6. Gut zu wissen, dass es eine neue – scheinbar gut funktionierende – Alternative zu akismet gibt.
    Denn selbst auf meinem kleinen Blog hagelt es Spam Kommentare, weswegen es unmöglich ist um ein Antispam Tool herum zu kommen.

    LG Philipp

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