Node.js – Die Installation

In Zukunft möchte ich ein bisschen mehr über Node.js und CoffeeScript bloggen, was dann natürlich voraus setzt, das man Node.js und CoffeeScript auch irgendwo installiert hat. Deshalb folgt an dieser Stelle jetzt erst einmal eine Installations-Anleitung zu Node.js und eine Antwort auf die Frage: was ist das eigentlich? ;) Das ist eine gute wenn auch nicht einfach zu beantwortende Frage! Normalerweise kennt man JavaScript aus der Web-Entwicklung. Man erstellt Dateien die dann im Webbrowser auf dem Rechner des Clients ausgeführt werden! Ganz einfach ausgedrückt: Node.js bringt JavaScript auf den Server! Sinn und Zweck des Ganzen ist einfach: JavaScript können die meisten (irgendwie) und nun können sie serverseitige Anwendungen programmieren, ohne eine neue Programmiersprache erlernen zu müssen. Die Lernkurve ist wirklich recht gering, und da Node.js netterweise direkt mit einem eigenen Web-Server ausgestattet ist (man also auf Apache verzichten könnte) kann man schnell recht schlanke Dienste programmieren, um zum Beispiel einen XML-Server bereitzustellen.

Screenshot der Node.js Homepage

Dies ist die einfachste Definition dessen, was Node.js so alles treibt. Natürlich kann es viel mehr, und natürlich sind das sehr interessante Sachen, aber darüber kommt dann in Zukunft etwas mehr ;) Die Installations-Anleitung geht im weiteren davon aus, das ihr Node.js auf einem Linux-Server unter /var/nodejs installiert. Ihr könnte natürlich auch jedes andere Verzeichnis dafür nehmen. Aber da Apache bei mir unter /var/www lebt, fand ich /var/nodejs am passendsten. Will man Node.js unter Windows betreiben gehen die Empfehlungen dahin, es mittels VirtualBox in einer VM unter Linux zu betreiben. Es gibt für die aktuelle Unstable allerdings auch eine .EXE! Unterm Mac sollte die Installation nicht so sehr von der Installationsanleitung von Linux abweichen.

Will man Node.js installieren, braucht man zunächst einmal das Download-Archiv. Node.js wird meistens in zwei Versionen ausgeliefert: einer Stable, und der Unstable. Die Unstable verfügt natürlich über wesentlich mehr Features, und ist lustigerweise einfacher zu installieren. Hat man sich für eine Version entschieden und diese heruntergeladen, extrahiert man das Archiv:

tar xzf node-*.tar.gz

Ferner benötigt man Python, das ist in der Regel auf dem Server installiert, aber man sollte mal kurz gucken ob dem auch so ist ;) tar dürfte ein neues Unterverzeichnis angelegt haben, in das man mit einem cd wechselt. Ab jetzt ist alles wie in Unix üblich, zunächst einmal konfiguriert man das Paket:

./configure –prefix=/var/nodejs

Installiert ihr in ein anderes Verzeichnis als /var/nodejs müsst ihr den Prefix natürlich entsprechend anpassen. Wenn das configure erfolgreich abgeschlossen ist, compiliert man das Paket:

make

Hier kann es jetzt zu zwei Anfälligkeiten kommen: a) auf FreeBSD habe ich die Stable nicht compiliert bekommen, b) Node.js meckert über die Version von make, dann einfach mal gmake ausprobieren. Ist der make durch, kann das Paket installiert werden:

make install

Auch hier zur Not wieder auf gmake zurückfallen. Nach dem Install befindet sich Node.js installiert in /var/nodejs. Da Unix nun dummerweise die Binaries nicht finden wird, sollte man noch eben schnell sein Profil anpassen:

echo ‚export PATH=/var/nodejs/bin:$PATH‘ >> ~/.profile
echo ‚export NODE_PATH=/var/nodejs:/var/nodejs/lib/node_modules‘>> ~/.profile
source ~/.profile

Hier ggf. auch den Pfad ersetzen, wenn ihr irgendwo anders hin installiert. Eigentlich wars das schon, man kann jetzt einfach mal node in die Shell tippen, und es sollte eine Eingabezeile erscheinen (CTRL-D zum Beenden).

Jetzt prüfen wir die Installation noch schnell mit einem kleinen „Hello World“:

var sys = require(„sys“); 
sys.puts(„Hello World!“);

das wir als test.js abspeichern. Rufen wir das Skript mittels node test.js auf, sollte „Hello World“ auf dem Monitor erscheinen.

Dies ist die einfachste Art der Installation, die in der Regel funktioniert, in der Praxis sieht das aber wiederum jedes Unix-Derivat anders! ;) Für den Fall das etwas schief läuft: Google ist dein Freund! ;)

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