Grids in Photoshop

Grids sind eine prima Sache – eigentlich, denn eigentlich sind sie fast schon wieder raus aus der Frontendentwicklung, und dann gibt es noch die Sache mit den Grafikern. Ich mag Grids nach wie vor ganz gerne, da sie mir eine Menge Probleme hinsichtlich Ausrichtung vom Hals schaffen. Man sollte aber inzwischen darauf achten das man Grids verwendet, die auch responsive betrieben werden können. Der normale Weg ist ja der: ein super-kreativer Grafiker, der letztes Jahr einen Preis geholt hat für das coolste City-Light seit Caeser den Rubikon überschritten hat, gibt einem „etwas“ – ohne Ebenenbeschriftung, meistens zu breit (was sind Bildschirmauflösungen), schön bunt (was ist Usability) und alles kreuz und quer (ist wirklich jetzt kein Witz!).

Screenshot von GuideGuide

Dann geht man normalerweise hin und gibt dem Grafiker eine Vorlage, in der man mit Hilfslinien das Grid nachbildet, die Größe des Arbeitsbereiches vorgibt und evtl. schon mal demonstriert das man Ebenen nicht nur beschriften kann, sondern das sogar Verzeichnisse angelegt werden können. Zurück bekommt man dann Ebenen die im verkehrten Verzeichnis stecken, einen in der Größe veränderten Arbeitsbereich und ein paar verschobene Hilfslinien weil es so besser passt. Kunde gefällt es auch ganz toll und so hat man jetzt zumindest eine Ausrede um Mehraufwand geltend zu machen. Es gibt dann übrigens auch noch die Nummer semi-transparente Ebenen einzublenden die das Grid nachbilden, aber naja ;)

Viel cooler ist allerdings eine vom Smashing Magazine zusammengestellte Liste an Plugins für Photoshop, meines Erachtens ein hervorragender Weg einen Grafiker überhaupt erst mal zu sensibilisieren. Spätestens wenn er wirklich ein Plugin installieren muss wird es kritisch, dann weiß er nicht wie er es konfigurieren muss (wahrscheinlich noch nicht mal wie er eins installiert) und schon kann man ihm erklären, dass er der coolste Webdesigner mit voll der Ahnung wird, wenn er sich an die Vorgaben des Grids hält. Hätte Gnaeus Pompeius Magnus das alles gewusst, hätte Caesar sich wahrscheinlich erst gar nicht getraut den Rubikon zu überschreiten.

Denkt immer dran das ihr mit dem Leben müsst, was ihr da vorgesetzt bekommt, habt ihr nicht von vorne herein klar gemacht, was ihr wie und wieso haben wollt akzeptiert ihr mehr oder weniger stillschweigend die Gegebenheiten. Dem Kunden ist es sowieso egal, der sieht sein Bild und will es 1:1 im Internet haben, also besser vorher ein paar Regeln und Vorgaben festlegen damit ihr keine Probleme habt, und wenn ihr die habt euch darauf berufen könnt, dass Frontendentwicklung anders funktioniert.

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