Wie man AdBlock blockt, und warum

AdBlock ist eine Extension für diverseste Browser, die durchaus ihre Daseinsberechtigung besitzt – zum Beispiel dann wenn ich auf der Startseite der Tagespresse erst einmal von 5 nervigen Layern begrüßt werde, und den Content nicht mehr finde. Google hat bereits angekündigt, das es gegen Seiten vorgehen wird, die in einem unnatürlichen Maß Werbung einsetzen. Wobei man hier natürlich auch wieder lang und breit diskutieren kann, was „above the fold“ wohl genau heißen mag, und was ist, wenn ausgerechnet „above the fold“ AdSense-Werbungen auftaucht.

Screenshot der AdBlock-Homepage

AdBlock ist eine Extension, die einfach zu installieren und einfach zu konfigurieren ist. Weder das Plugin noch Werbung nimmt man nach der einmaligen Installation noch wahr. Macht das wirklich Sinn? Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen das ich die Extension auch verwende und das es da draußen wirklich das eine oder andere große Blog gibt, das in Sachen Werbung maßlos übertreibt, aber es stellt sich mir die Frage, was mit den ganzen kleinen qualitativ sehr wertvollen Blogs ist. Oder anders ausgedrückt: die Betreiber ZAHLEN Geld, damit sie ihr Wissen kostenlos weiter geben können. Eine Refinanzierung wird schwierig, da die Zielgruppe der Blogs zu einem hohen Prozentsatz AdBlock einsetzen dürfte.

Stellt sich die Frage, wieso da Werbung auf den Blog ist. Ich kann hier jedem versprechen das ein Blog-Betreiber nicht Millionär wird. In der Regel ist es eher so, das man draufzahlt, es sei denn, man legt es wirklich darauf an und betreibt auch den entsprechenden Aufwand (SEO). Was dann allerdings gerne und fast immer gemacht wird, ist „eben schnell“ eine AdSense-Werbung in die Seite zu integrieren. Meistens um die Serverkosten zu refinanzieren. Kostet nichts dürfte jetzt durch die Köpfe schweben, aber ein vernünftiges Hosting funktioniert nicht mit einer Web-Visitenkarten bei den üblichen Verdächtigen.

Jetzt kommt die Nummer wo sich die Katze in den Schwanz beißt: AdBlock blockt generell alles und jeden, es sei denn man fügt eine Ausnahmeregel hinzu. Die Leute die dies machen dürften ein ähnliches Klientel sein, wie die Gefolgschaft des gehypten Flattrs, also eher eine kleine Masse. Übrigens – wer es noch nicht gemerkt hat – der andere „Trick“ – ein Amazon Wunschzettel – wird unter Umständen auch locker heraus gefiltert.

Es gibt die Möglichkeit AdBlock zu blocken, und das ist gar nicht schwer. Aber ich höre jetzt schon den Aufschrei! Man stelle sich vor die großen Boulevard-Zeitschriften würden dies einsetzen – die dunkle Seite hätte also gewonnen obwohl sie „nur“ ihre einzige Einnahmequelle sicher stellen möchte und sich wehrt – natürlich darf man das nicht! Wenn man schon so clever ist deren Werbung zu filtern hat das gefälligst auch so zu bleiben, und auch der Seitenbetreiber hat sich verdammt nochmal daran zu halten! Selber schuld wenn sie doof genug sind ihre Informationen kostenlos ins Netz zu stellen!

Schade nur für all die kleinen Seiten und guten Blogs da draußen, mit der unauffälligen Werbung die nach 6 Monaten alle wieder aufgeben weil sie merken, das sie letztendlich nichts zurück bekommen. Ansonsten: Jehova! Und ich weiß, das die Diskussion so alt ist, das sie fast schon einen Bart hat – mich regt es nur grad was auf da sich AdBlock zu so etwas wie einer Standard-Extension entwickelt – es fehlt nur noch das sie direkt mit dem Browser ausgeliefert wird. Eine große Zeitschrift aus dem Bereich des Webworking weißt auf einen installierte AdBlock übrigens schon seit Monaten hin – den Schritt weiter traut man sich wohl auch dort nicht.

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17 Antworten auf „Wie man AdBlock blockt, und warum“

  1. Du bringst es auf den Punkt…. 2 Banner stört niemanden… ein popup … KANN verstörend sein… aber wenn es nur 1x geladen wird.. ist es eventuell noch duldbar.
    Wird man aber, wie du schon schreibst .. bombardiert von Werbung oder bekommt Werbung innerhalb des Contens ist das nervig. Selbst InText Ads sind ertragbar, nur manche übertreiben es und dann denkt wegen der 1 Seite, 1 User daran den Adblock zu holen und gleich 1000e sind davon betroffen.

    Usabillity ist hier das Stichwort. :)

  2. Ich bin Websitebetreiber einer recht jungen Seite und muss auch viele Verluste machen, weil 32 % meiner User einen Adblocker aktiv haben, obwohl ich auf den meisten Seiten nur einen 300 X 250 ContentAd habe, damit sich die User nicht ärgern, die keinen Blocker haben.

  3. Einige Website benutzen nun immer mehr sogennante Anti Adblocker, um sich vor Adblockern dauerhaft zu wehren. Dieser Anti Adblocker versperrt, wenn man den Adblocker an hat, komplett den Zugang zur Website, wie z.B. htt://dreys.tk/nutzungsbedingungen.html

  4. Hallo, kann mir jemand eins dieser „wertvollen kleinen blogs“ nennen, ich würde es gerne besuchen. Was ich kenne sind 10000 kleine blogs die jedes jeweils einen guten Artikel pro Schaltjahr haben. So ist das leider. Früher betrieben manche Leute ihre blogs übrigens ohne jedes finanzielle Interesse und labten sich am Ruhm, Respekt und Anerkennung die ihnen dadurch zuteil wurde. Heute gibts daneben auch viele die meinen ihr „kleines wertvolles blog“ müsse doch wenigstens die Kosten in EUR wieder einspielen. Für EUR sind die aber nicht gut genug, so einfach ist das.

  5. Wie recht du hast, Karla. Ist es schon mal rechtlich überprüft worden, inwieweit diese Adblocker überhaupt rechtens sind? Immerhin habe ich als „Hausherr“ meiner Seiten das „Hausrecht“ und kann bestimmen, was der User zu sehen bekommt auf meiner Seite und was nicht. Adblock nimmt mir dieses Hausrecht.

  6. Frage mich echt wann das endlich aufhört, all diese Disk. um Adblocker und eine reale Lösung z.Bspl von Google kommt. All diejenigen die nicht von ihrer Webseite leben wollen oder ein extra verdienen wollen,- mein Glückwunsch, weiter nettes Hobby oder so. Aber es gibt andere die viel Zeit investieren und wie oben angemerkt 3 Adsense Werbeblöcke wen stört das schon. Diese anderen Extremisten von wegen alles muss umsonst sein solange es nicht den eigenen Geldbeutel betrifft kotzen mich so was von an und will ich persönlich nicht als Schmarotzer auf meiner Seite haben, Basta. Denn ich drück gern auf ein Banner als Dankeschön für guten Content wie ich auch was zum trinken mit bringe wenn ich wo eingeladen bin. Geben und nehmen muss sich in der Waage halten. Gruß

  7. Hallo,

    auch ich bin von den Verlusten durch Adblocker betroffen. Darum habe ich die Initiative Stopadblock.org ins Leben gerufen um den Usern ihr Verhalten und die Folgen davon aufzuzeigen.

    Ich biete ein Script an, das nicht so leicht auszuhebeln ist wie das obige (man muss ja nur die .js wieder zulassen, das ist mit zwei Klicks geschehen und wird auch früher oder später die Runde machen), und trotzdem frei verfügbar ist.

    Außerdem kann dem User auf Wunsch unmittelbar eine Deaktivierungsanleitung vorgelegt werden, für die User die gar nicht wissen wie es funktioniert.

  8. Interessanter Artikel! Ich verwende meistens auch Adblock plus, sogar auf meinem eigenen Blog. Da ist zwar nur auf der Startseite bzw. auf den einzelnen Übersichtsseiten ein kleines Werbefenster eingeblendet, allerdings würde ohne dieses Werbung eine Layerwerbung erscheinen, die ich meinen Besuchern nicht zumuten will. Das ist leider der Nachteil, daß ich bei einem Freehoster bin! :-(

    Da meine Besucherzahl inzwischen auf über 500 am Tag gestiegen ist, scheint diese Werbung allerdings nicht zu stören, wird wahrscheinlich von den meisten ausgeblendet.

    Für mich ist das nicht weiter schlimm, da ich mit meinem Blog ja nichts verdiene. Andererseits verstehe ich solche Blogger sehr gut, die diese Blockiermaßnahmen umgehen. Schließlich wollen sie ja mit ihrem Blog etwas verdienen, allerdings sollten sie ihn dabei nicht mit Werbung zu pflastern!

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  9. Adsense kann man nicht übermäßig oft einbinden pro Seite, sondern maximal drei Adsense-Banner. Gut verteilt auf die Webseite wirkt selbst das in vielen Fällen nicht störend.

  10. OK, dann blockt ihr AdBlock. Dann blende ich die DIVs mit Stylish oder dergleichen aus. Viele Wege führen nach Rom wenn man will. Aber das ganze muss ja nicht in eine Wettrüsten ausarten.
    Ist immer eine Frage der Balance. Leben und leben lassen.
    Ich finde den Hinweis, dass man bitte Adblock abschalten soll, ist die beste Lösung. Der Leser wird mal dran erinnert und kann selbst entscheiden.
    Blogs, die mich zu etwas zwingen wollen, lese ich nicht. Es gibt keine Information, die nur an einer Stelle zu haben ist. Kein Blog ist unersetzbar.

  11. Der Beitrag ist ja mal total irreführend. Wo steht wie man AdBlock blcokt? Nirgends. Man kann einen Hinweis einbinden, wow. Das war vor 2 Jahren schon bekannt und bringt in der Problematik nicht einen Millimeter weiter…

    Wo ist der Dislike-Button?

  12. Klar liest man so einen Artikel nur in einem Blog und dort werden auch nur die kleinen armen Blogs als Opfer hingestellt. Aber hinter fast allen Webseiten sitzen sehr sehr viele Menschen und auch denen tut man weh. Ob das nun eine große Seite ist oder ein Blog ist doch völlig egal. Gerade bei den großen geht es oft um Existenzen, anders als bei 10 Euro Hostingkosten eines privaten Blogs. Wobei ich nicht falsch verstanden will, beide Intentionen halte ich für absolut berechtigt. Ich finde AdBlocker fatal. Gäbe es so etwas im TV, in Zeitschriften und der „realen“ Welt, die Vielfalt wäre dahin weil sich nunmal nur durch Werbung vieles finanzieren lässt. Ich verstehe wenn manche Seiten zu viel Werrbugn haben dass das stört, aber AdBlocker sind zu rigoros, das macht mir sehr Sorgen.

  13. Ganz schlimm finde ich es immer, wenn es Webmaster, Blogger… einsetzen die selber auf ihren Seiten Werbung schalten. Das ist Doppelmoral in meinen Augen. Ich hab schon länger ein Script rumliegen das das blockt aber irgendwie steht das immer ganz hinten auf meiner ToDo Liste. Wahrscheinlich trau ich mich einfach nicht :-)

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