Der perfekte Code Editor für PHP

Zur Abwechslung fange ich mal mit einem Rant an! ;) Diese ganzen halbgaren Java-Zeitlupen-IDEs nerven, und zwar ganz gehörig. Ist ja nett das Java so schön plattformunabhängig ist (wer hat eigentlich damit angefangen diesen Mythos in die Welt zu setzen?), aber ein bisschen schneller wäre schon nicht schlecht. Ich habe ja schon drüber berichtet das ich aus Verzweiflung inzwischen auch auf dem PC Sublime Text 2 verwende, aber das ist nicht für alles eine gute Lösung, da ich auch bei manchen Projekten eine Projektverwaltung, Git, Debugging und hast du nicht gesehen direkt in der IDE haben möchte.

Also was haben wir auf der Uhr? 23 IDEs die auf Eclipse aufsetzen (warum auch immer) und meinen es besser zu können, sich aber mit den Limitierungen der IDE herumschlagen. Dann ein paar native Editoren (Notepad++ und Sublime Text 2) einige Tools aus grauer Vorzeit von denen sich der eine oder andere Webworker nicht trennen kann und natürlich Netbeans. Genau dieses Netbeans das bei 6 offenen Projekten beim Start erstmal lustig 10 Minuten Dateien scannt, zu doof ist selbst auf das nächste Major Release zu aktualisieren und hervorragend darin ist, Subversion-Updates zu ignorieren und die komplette Repository zu zerschiessen. Wie man liest: ich bin bester Laune und es ist mal wieder an der Zeit für eine IDE die etwas mehr State of the Art ist.

Screenshot von PhpStorm

Völlig ignoriert in der Auflistung (und das mit voller Absicht) habe ich übrigens Dreamweaver. Ich habe die IDE von Adobe eine zeitlang verwendet (hauptsächlich wegen der FTP-Synchronisation), muss aber sagen das mir inzwischen ein paar grundlegende Dinge fehlen. Der WYSIWYG-Mode ist besser eh nicht zu verwenden, bleibt also am Ende nur ein Text-Editor mit hübschen Farben über. Das kriege ich auch billiger im Internet! ;)

Bleiben zwei Aspiranten über: Zend, was sich schon dadurch  disqualifiziert das ich eine ganze Menge am Server schrauben müsste, bzw. den Zend Server verwenden soll, und PhpStorm. PhpStorm – genau – die IDE die öfters eine Major Release raushaut, als mancher die Unterhose wechselt. Mein letzter Test der IDE war die Version 2 und sie hat 30 Minuten auf meinem Rechner überlebt. Ich bin jetzt aber an dem Punkt wo ich getrost sagen kann: lieber einmal richtig Geld bezahlen und danach für alle Zeiten Ruhe haben, als alle 4-6 Monate so einen Artikel hier zu schreiben. Hört man sich mal um, auf Twitter zum Beispiel, wird eigentlich nur noch PhpStorm empfohlen. Ich kann das zwar nicht so ganz nachvollziehen, aber irgend etwas muss ja dran sein.

Ich besitze diesmal den festen Vorsatz das Tool wirklich mal 30 Tage lang zu testen. Wie schaut das bei euch aus? Was verwendet ihr und wieso? Habe ich eventuelle eine IDE übersehen die ich mal antesten und drüber berichten könnte?

Ähnliche Beiträge

Simple Regex Language für PHP Simple Regex Language ist eine sehr interessante Bibliothek für PHP. Regex sind eine Sache die zum einen durchaus komplex werden können, zum anderen a...
Google Analytics GA.PI() – Klasse um Analytics mit... Dass Google Analytics eine API anbietet, um direkt Daten auszulesen und diese selbst darzustellen ist nichts Neues. Wie bei allen APIs stellt sich abe...
Image Data URIs mit PHP Image Data URIs sind für manche Anwendungen eine feine Sache. Wozu braucht man die kleinen Helfer? Einfach ausgedrückt: direktes Einbetten von Bildern...
Serverseitige Komprimierung Tja, wer es noch nicht weiß, Seiten lassen sich auf dem Server mit gzip komprimieren, und der Browser entpackt diese dann automatisch. Soweit zumindes...

17 Antworten auf „Der perfekte Code Editor für PHP“

  1. das Rätsel, der 30 IDEs, die auf eclipse aufbauen und eigentlich echt nichts besser machen, würde ich auch gern mal gelöst bekommen ;-)
    Bei mir ist auch jedes Tool, das wie eclipse aussah, jedenfalls auch sofort wieder entfernt worden. Ich konnte mich mit eclipse bisher nur bei der Java-Programmierung anfreuden.

    Ansonsten hab ich die gleichen persönlichen Probleme mit den meisten Programmen wie du scheinbar ;-)

    sublime 2 ist schön schnell, schlicht, übersichtlich und man hat ein „gutes Gefühl“ beim Coden damit, aber es fehlt auf der anderen Seite dann doch etwas zur kompletten IDE.

    Dreameaver ist mein langjähriger Favorit (hatte ihn schon, als er noch Macromedia gehört), nicht wegen der in der Tat unzähligen (sinnlosen) Funktionen, sondern, weil er ebenfalls aufgeräumt ist (nachdem man alle unnötigen Fenster und Leisten entfernt hat).
    Der starke Nachteil ist, wie du schon erwähnt hast, dass er scheinbar immer hinterherhinkt (ich glaub bei CS6 wurde die jQuery-Unterstützung wahnsinnig doll hervorgehoben – wow, jetzt schon?…).
    Außerdem hat er neben vielen unnötigen Sachen nicht mal so elementare Sachen wie Schließende-Klammern-Hervorhebung, was ich einfach nicht nachvollziehen kann.

    PHP-Storm hab ich nun auch schon mehrfach ausprobiert, die neueste Version ist auch aktuell installiert und ich find es inzwischen echt gut gelungen! Und die Fähigkeiten sind echt beeindruckend.

    Leider erwisch ich mich nach wie vor immer wieder dabei, wie ich in Dreamweaver arbeite… Obwohl ich eigentlich nicht das Gewohnheitstier bin, echt seltsam.

    Jedenfalls ist mein Fazit: es gibt noch nicht die perfekte PHP-IDE, und ich nutz aktuell Dreamweaver oder Sublime2 und mein Ziel ist auf PHPStorm (+ Sublime2 für kleinere Projekte) umzusteigen :-)

  2. Webocton Scriptly ist mein bevorzugter HTML- und PHP-Editor.
    http://scriptly.webocton.de/

    Freeware (aber nicht quelloffen) mit hilfsbereitem Programmierer und reger Community. Hat alles, was man so braucht:
    – Syntax-Highlighting für HTML, versch. Websprachen und CSS
    – Code-Folding
    – Code-Browder
    – Code-Check
    – PHP-Funktionsbibliothek
    – Suchen & Ersetzen in Datei, geöffneten Dateien oder Ordner
    – Projektverwaltung
    – To-Do-Liste, Notizen
    – Einbindung externer Programme
    und einiges mehr.

    Aus unerfindlichen Gründen ist er nicht so bekannt wie manch anderer Quelltext-Editor, aber wer ihn kennt, möchte eigentlich kaum noch einen anderen benutzen. Behaupte ich jetzt mal.

  3. @Adrian: also mich haben die Videos erst so richtig von der Macht PHPStorms überzeugt. Unter anderem habe ich da gelernt, dass du quasi jede mögliche Kombination über ⌘⇧A (aufm Mac halt) suchen kannst. Unter anderem „Duplicate Line“ (⌘D) und „Delete Line“ (⌘Y) ;)

    Das ist ja das coole an PHPStorm. Wenn du mal nicht (mehr?) weißt, welcher Shortcut für irgendeine Aktion steht: einfach ⌘⇧A und die Aktion eingeben. Notfalls kannst du auch in den Einstellungen die Keymap sowohl nach Stichwort als auch nach Shortcut durchsuchen.

    Wo die meisten IDEs haken sind so kleine Alltagshelferlein. Minimale Syntax-Fehler, ungenutzte Variablen, Code-Blocks umschreiben. Dazu noch Syntax-Highlighting für mehrere Sprachen innerhalb einer Datei. Und und und.

    Da gibt es einen bezeichnenden Kommentar von Michael drüben bei phpgansta zu: http://www.phpgangsta.de/phpstorm-20-rabatt-code-noch-bis-zum-01-09-2011#comment-26596
    Ohne weitere Worte ;)

    Pspad ist Windows only, oder? =/

  4. Ein schöner Artikel, der mir aus der Seele spricht. Bei Dreamweaver muss ich mit beipflichten, dass es für einen ernsthaften Entwickler wenig spricht, sich dieses übermotorisierte Tool zu kaufen. Zwar habe ich mit dem Adobe-Bundle ohnehin Dreamweaver auf dem Rechner, doch nutze ich das nicht gerne, was vor 10 Jahren noch anders. Aber da war ich noch feucht hinter den Ohren.

    Was die Leute an PHPStorm finden, konnte mir noch keiner richtig vermitteln. Meine 30-Tage Version ist schnell abgelaufen, ohne mich überzeugen zu können. Das Problem ist, dass mich das Programm doof fühlen lässt und unter der Haube doch behäbiger reagiert als ich das gewohnt bin. Mit Dooffühlen meine ich ein paar Grundlegende Dinge nicht herausfinden zu können. Wie dupliziere ich eine Zeile? Wie lösche ich eine? Wie kann ich einzelne Files zu einem Projekt hinzufügen? Und wo löse ich die Bremse, die das Programm so langsam macht?
    Die Tutorialvideos des russischen Entwicklers sind akustisch ein hartes Brot und sicher eine Fundgrube für Linguisten, doch für mich nicht sonderlich hilfreich. Oder lassen sich die Grundlagen von PHPstorm doch nicht so einfach vermitteln?

    Kann aber auch sein, dass ich von meinem bequemen Allrounder-Editor zu verwöhnt bin und mir deshalb kein anderer Editor recht machen kann. Dieser ist mir bei einer befreundeten Firma aufgefallen und gehört seitdem zu meinem Favorite:

    http://www.pspad.com/de/

    PSpad ist erstaunlich vielseitig, schnell und dazu auch noch kostenlos.
    Einzig ein vernünftiges Syntaxfolding vermisse ich, ansonsten hat PSpad ziemlich alles, was man sich wünschen kann.

  5. Arbeite seit Jahren mit Netbeans. Dazwischen immer wieder mal Komodo IDE, Aptana & Co. angesehen. Bin aber immer wieder zu NB zurück und arbeite jeden Tag gern damit. Wenn man nicht 20 Projekte gleichzeitig geöffnet hat (was man imho auch nicht brauch), hält sich der Scan in Grenzen.
    Netbeans ist und bleibt die IDE meiner Wahl.

  6. Von Komodo zu phpStorm. Arbeite auch unter Rails mit RibyMine. Android-Kollege entwickelt mit IntelliJ und JS-Kollege mit WebStorm. Die Jetbrains IDEs sind mMn das Maß aller Dinge.

  7. Bei uns werden viele Sprachen benötigt. Daher muss hier eine IDE (oder ein Editor für die Entwickler, die es leichter mögen) nicht auf eine Sprache fixiert sein. Closed Source-Editoren sind weniger gewünscht (die Möglichkeit eines Sicherheitsreviews der verwendeten Tools muss bestehen, je nach Projektanforderung).

    Lange Rede kurzer Sinn: Geany ist seit dem 1.2x-Release bei uns massiv auf dem Vormarsch und verdrängt Eclipse zunehmend:

    – Es gibt drei verschiedene Ansätze der Projektverwaltung (Geany nativ, dann noch zwei ebenfalls im Hauptzweig gepflegte Plugins http://plugins.geany.org/gproject.html http://plugins.geany.org/geanyprj.html). Da ist für jeden was dabei

    – Super schneller Start. Wichtig wenn man Geany als Editor statt als IDE einsetzen will.

    – GnuPG-Integration: http://plugins.geany.org/geanypg.html

    – Gut funktionierende, nette Features, die mir in vielen Eclipse-Editoren gefehlt haben (autmatischen erkennen, welche Einrückung eine Datei nutzt z.B. – seh nützlich, wenn man zwischen Projekten wechselt die unterschiedliche Einrückungsstandards nutzen)

    – Aktive Community, man kann leicht selbst Hand anlegen bei Bedarf

    Eclipse wird hier nach und nach verschwinden. Dies liegt an der Größe und auch an der sehr unterschiedlichen Qualität der verschiedenen Projekte (fängt bei unsignierten Pakten an und hört bei jahrelang nicht geschlossenen Bugs auf).

    Vllt. ist Geany für viele hier ja auch mal einen Blick wert. Hat nur einen „Nachteil“: ist nicht so schick wie z.B. sublime-Text. Und in manchen Details sind Speziallisten wie PHPStorm bestimmt überlegen. Aber dafür bekommt man mit Geany einen guten, quelloffenen, kostenlosen „einen für alles“-Editor.

  8. Zend, was sich schon dadurch disqualifiziert das ich eine ganze Menge am Server schrauben müsste, bzw. den Zend Server verwenden soll

    Also, diese Aussage kann ich so nicht ganz stehen lassen, denn sie ist so nicht wirklich richtig. Ich selbst nutze Zend ohne irgendwelche Änderungen an Servern oder gar Zend Server zu verwenden. Diese sind optional und können bei der Installation abgewählt werden. Sowohl unter Windows als auch unter Linux. Und bei allen von mir bisher getesteten IDEs ist Zend für mich einfach der der Kandidat meiner Wahl. Schnell genug ist es, ich muss nichts mehr an zusätzlichen Plugins nachinstallieren, es kann von Haus aus was ich will und brauche, gute Projektverwaltung, Synchronisation der Projekte via Git, SVN und CVS ist auch dabei, was will man mehr :-)

  9. Nutze ebenfalls PHPStorm, weil die Features einfach überzeugen, die IDE im Gegensatz zu Eclipse, welches ich vorher verwendet habe, aufgeräumter wirkt/ist, schnell ist und Spaß macht damit zu arbeiten. ;)
    Das einzige was mir noch fehlt ist Syntax-Highlight-Support für Gherkin für BDD mit Behat (wobei ich glaube, dass PHPStorm 4 das jetzt sogar schon unterstützt…muss ich mein PHPStorm mal updaten ^^).

  10. Ich benutze ebenfalls PHPStorm sowohl für die private, als auch berufliche Programmierung (Yii, OXID & WordPress).
    Ich muss sagen, dass ich die Vorzüge dieser IDE nicht mehr missen möchte. Besonders die Möglichkeiten beim Deployment und Sync sind klasse.
    Des Weiteren finde ich, dass PHPStorm eine der effektivsten IDEs ist, wenn man sich andere IDEs in dieser Größenordnung anschaut.

  11. Ich nutze sowohl Privat als auch beruflich PhpStorm – Umgestiegen bin ich nach so ziemlich den gleichen Problemen die du auch beschrieben hast. PhpStorm hat sicherlich auch seine kleinen Macken (bei größeren Projekten wird es langsam etc.), bietet dafür aber wirklich ein sehr gutes Feature-Paket.
    Der Test lohnt sich auf jeden Fall!

  12. Privat (OSX): PhpStorm als IDE und für kleinere Dinge wahlweise Sublime Text 2 oder TextWrangler (bin da noch etwas unentschlossen).

    Im Büro (Win7): NetBeans als IDE und für kleinere Dinge Notepad++. Allerdings wird auch hier bald der Wechsel auf PhpStorm anstehen. Bzw. müsste ich endlich mal den Wunsch äußern. ;)

  13. Bzgl. git in Sublime Text 2: das geht, und zwar hervorragend :) Wir setzen das hier bei uns ein und kommen sehr gut damit zurecht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.