PhpStorm FTW

Sagen wir mal so, IDEs und ich sind eine endlose Geschichte. Ich weiß nicht wie oft ich inzwischen die IDE gewechselt habe, und inzwischen ist es auch so weit, das ich mich gar nicht mehr an alle erinnern kann. Erinnern kann ich mich eigentlich nur daran, dass Zend Studio bei jedem Test durchgefallen ist. Problem an der Stelle ist, das meistens ein gutes Produkt auf den Markt kommt, und dann erst einmal Stillstand angesagt ist, oder anders ausgedrückt: innovationslose Leere.

Screenshot von PhpStorm

Natürlich war es auch so, dass PhpStorm und ich nicht von Anfang an Freunde waren. Dies liegt einfach an der Fülle der Möglichkeiten die die IDE bietet, und da ich kein Freund vom Lesen von Anleitungen bin hieß es also:  durchbeißen. Inzwischen komme ich mir der IDE gut zurecht und habe in Folge dessen auch alle Projekte von Subversion nach Git verschoben. Die richtig alten Sachen habe ich jetzt auch nicht mehr in Dreamweaver liegen. WAS mir an PhpStorm so gut gefällt sind die ständigen Updates, die jeweils die neuesten Technologien rund um PHP berücksichtigen.

Fast noch wichtiger für mich ist allerdings der YouTube-Channel von PhpStorm! Natürlich geht man hier auf die IDE ein, und natürlich macht man Werbung, aber das Ganze ist nicht auf dem Niveau von Karl Klammer:

httpv://youtu.be/f7Kss62DHhw

Der Trick an den Videos von PhpStorm ist, das die stets in Grenzbereiche von PHP gehen und neue Technologien aufzeigen. Selbst wenn man die IDE nicht verwendet, lernt man als Programmierer aus den Tutorials eine Menge! Falls ihr also noch kein PhpStorm verwendet schaut es euch mal an, und gebt dem Ganzen etwas Zeit. Auf die Videos hingegen solltet ihr in jedem Fall mal einen Blick werfen. Programmiert ihr übrigens eher in JavaScript, solltet ihr einmal einen Blick auf WebStorms werfen.

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11 Antworten auf „PhpStorm FTW“

  1. @Benjamin:
    Okay, mit dem Verstehen von fremdem Code, das leuchtet mir ein. Ich bin allerdings eher Webdesigner und Suchmaschinenoptimierer und kein Programmierer so wie ihr (oder eben nur sehr rudimentär). Also, da haben wir alle wohl etwas unterschiedliche Ansätze und Bedürfnisse. Ich muss mich am ehesten noch mit HTML und CSS super auskennen, PHP ein bisschen, wenn ich etwa WordPress für Kunden oder als Freelancer anpassen soll, und das war es quasi auch fast schon.
    Die Verzahnung der Adobe-Produkte untereinander ist schon super. Ich habe während meiner Umschulung zum Mediengestalter Bild und Ton vor rund fünf Jahren oft mit Photoshop und Premiere gearbeitet, auch ein bisschen Illustrator, und das war schon alles sehr gut aufeinander abgestimmt. Ähnlich ist es ja auch bei Corel. Kennst du ein Programm, kennst du alle, und die Dateiformate des einen Programms lassen sich im anderen gut importieren.

  2. @Guido: Das ist wohl nicht notwendig, denn laut JetBrains besitzt PhpStorm ja die volle Funktionalität von WebStorm. Da scheint es also zumindest eine teilweise Kombination der IDEs zu geben.

    Zitat von der Website:“NOTE: PhpStorm includes all the functionality of WebStorm (HTML/CSS Editor, JavaScript Editor) and adds full-fledged support for PHP and Databases/SQL.“

  3. @Ben: Sagen wir mal so, eine Kombination von PhpStorm und WebStorm würde ich sofort kaufen. Aktuell verwende ich letzteres nicht, da ich nicht zwischen IDEs wechseln möchte. Ergo muss ich mit dem Leben was PhpStorm an JavaScript / HTML / CSS zur Verfügung stellt. Für den Moment reicht mir das allerdings auch. Vielleicht schau ich mir WebStorm bei Gelegenheit mal an, aber eine aktuelle Not besteht derzeit dazu nicht ;)

  4. Es sagt ja auch keiner was grundsätzlich gegen das Bezahlen. Aber wenn ich schon so eine Kompetenz im Bereich Webentwicklung habe wie JetBrains, dann würde ich schon erwarten, dass sie zumindest eine Option anbieten würden, wo alle ihre IDEs in einer zu kombinieren sind und man dann beim Kauf auch irgendwie einen Massenrabatt bekommt oder so. Das scheint es so regulär aber nicht zu geben.

    @Torsten Kelsch: Ich habe nicht behauptet, dass ein Entwickler alle Sprachen gleich gut bearbeitet, aber ist es nicht häufig so, dass man andere Projekte zumindest erst einmal auseinander nehmen muss, bevor man ein neues oder eine Ergänzung bauen darf? Da kommt man ums Sprachen-Switchen teilweise nicht drum herum. Die andere muss man vielleicht weitestgehend nur lesen können, aber man muss sich erst einmal durch das Projekt arbeiten. Also ich habe da schon von einigen Machern im Netz gelesen die das regelmäßig müssen. Und stimmt, bisher ist da echt Mangelware was richtige IDEs betrifft, die alle Sprachen unter einem Dach verbinden und dann auch noch gut sind. Aber die von JetBrains bieten ja scheinbar zumindest einen Ansatz dazu. Da verstehe ich nicht, warum die ihre IDEs trotzdem so getrennt halten, intern werden die doch sicher auch überall die gleiche Basis verwenden.

    Was die Produkte von Adobe betrifft, so kann ich dazu herzlich wenig sagen. Ich hatte vor etwa 9 Jahren mal kurz Dreamweaver und Fireworks über so ein Studentenpaket im Einsatz, aber das hatte mich nicht wirklich überzeugt. War damals noch ein Overkill für mich, zudem musste ich mich im Studium total auf Java konzentrieren und später war die Version dann halt irgendwann veraltet. Allerdings habe ich gehört, dass Adobe was das Zusammenspiel der Produkte betrifft, gute Fortschritte macht und wenn man das Programmsprektrum mit Photoshop und Co. gut nutzt, finde ich die Preise für das Abo gar nicht so extrem, wenn man das professionell betreibt.

  5. Ja richtig, wenn man heftig programmiert und mit so einer Software viel Zeit spart, lohnt sich die Anschaffung zweifelsohne. Und, wie gesagt, letztlich muss man sich mit seinen Tools einfach auch sozusagen wohl fühlen.

    Dreamweaver halte ich übrigens für eine schreckliche Software. Allerdings kenne ich es hauptsächlich noch aus Macromedia-Zeiten. Adobe wird es wohl stark verbessert haben. Und natürlich gibt es auch Leute wie mich, denen Adobe-Produkte einfach zu teuer sind und die mit preiswerteren Konkurrenzprodukten auch gut klar kommen. Wohlgemerkt, ich bin nicht so einer, der immer alles für umsonst haben will und dann noch nicht mal einen kleinen Betrag spendet oder so.

    Letztendlich muss jeder für sich die Kosten gegen den Nutzen abwägen.

    Diese Firma Jetbrains stellt übrigens auch noch IDEs für andere (Web-) Sprachen her, wie zum Beispiel für Ruby. Und ich finde, sie machen das richtig. Denn gute Entwicklungsumgebungen für Ruby oder Python zu finden ist ähnlich schwierig wie die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
    Ihr PyCharm gibt es jetzt auch in einer kostenlosen Community-Edition. Das wäre was für mich, weil ich die Sprache lernen möchte und bisher keine vernünftige Python-IDE gefunden habe.

  6. Okay, in Anbetracht dass das Geld auch eher eine jährliche wiederkehrende Gebühr ist, kann ich verstehen das man es nicht zahlen will wenn man nur ab und an PHP programmiert. Sobald es aber in den gewerblichen Bereich geht halte ich die 90€ in Anbetracht der Zeitersparnis für eine sehr gute Geldanlage. Es erstaunt mich derweil das man eine solche Diskussion bei Dreamweaver nicht führen müsste ;)

  7. @Benjamin Wagener:
    Also, eine IDE, die alle möglichen Sprachen perfekt unter einem Dach vereinigt, habe ich eigentlich noch nicht gefunden, wenn wir mal von Eclipse (wenn man es mag) mit den entsprechenden Plugins absehen. Reine Code-Editoren mit diversen Syntax-Highlightings zähle ich hierbei nicht als IDE.
    Und ich denke, dass in aller Regel ein Webentwickler sich auf eine Sprache konzentriert, sei es nun PHP, Ruby oder Python, aber nicht fünf Dinge gleichzeitig und gleich gut tut.
    HTML, PHP und JavaScript unter einer Oberfläche macht natürlich Sinn.

    @Guido Mühlwitz:
    PHPStorm macht einen guten Eindruck, aber der Preis ist auch mir zu hoch. Ich muss aber gestehen, dass ich kein richtiger PHP-Entwickler bin, ich frickele höchstens mal Datenbankabfragen, Kontaktformulare und kleine Funktiönchen zusammen.
    Dafür nehme ich meistens das kostenlose Webocton – Scriptly (das inzwischen aber leider nicht mehr weiterentwickelt wird), und manchmal auch WeBuilder von Karlis Blumentals, das heutzutage 60 Euro kostet (als ich die erste Version kaufte, war es noch billiger). Beide Programme verbinden PHP, HTML, CSS und JavaScript ganz gut unter einer Haube, sind übersichtlich und bieten Funktionsbibliotheken und natürlich allerhand HTML-Arbeitshilfen.
    Die Hauptsache bei all dem ist natürlich, dass jeder mit den Tools seiner Wahl gut zurecht kommt und schön flüssig arbeiten kann.

  8. So gut wie mir PHPStorm gefällt, so muss ich mich bei den YouTube-Videos doch immer wieder über diesen katastrophalen Akzent des Autors ärgern. Ich für meinen Teil finde es akustisch sehr schwer verständlich.

  9. Optimaler Weise wäre es eben gar nicht erst nur eine PHP IDE. In dem Preissegment sehe ich ehrlich gesagt nicht mehr den Hobby-Programmierer sitzen der nur mit ein paar kleinen PHP-Projekten „spielt“. Klar, es gibt auch Profi-Webentwickler die sich voll auf PHP fokussieren, aber etliche Profis können das eben nicht. Die müssen hier mal mit Python arbeiten, da mal mit node.js, dort mal mit Ruby, hier mal mit etwas ASP.NET oder JSPs und dann zwischendurch müssen vielleicht noch ein paar Rechenintensive Aufgaben in C/C++ oder dergleichen abgearbeitet werden und Google Go ist gefühlt gerade auch ganz gut im Aufschwung. Und dann jedes mal die IDE wechseln und für jede über 90€ abdrücken, wobei es für C/C++ und Google Go von JetBrains scheinbar gar keine IDE gibt, sodass man sich da nochmal komplett anders orientieren müsste? Das finde ich alles andere als glücklich gelöst.

  10. Der große Vorteil von PhpStorm, seine extrem starke und gute Konzentration auf PHP, ist meines Erachtens aber auch gleichzeitig seine größte Schwäche. Über 90€ für eine IDE die dann „nur“ PHP kann? Das ist in meinen Augen doch etwas sehr happig.

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